McLaren und Honda 2018: Stichtag im September

Von Mathias Brunner
Formel 1
Honda-Projektleiter Yusuke Hasegawa mit McLaren-Teamchef Eric Boullier in Silverstone

Honda-Projektleiter Yusuke Hasegawa mit McLaren-Teamchef Eric Boullier in Silverstone

​Honda wird 2018 nicht mit Sauber arbeiten, die Schweizer machen mit Ferrari-Motoren weiter. Aber was wird aus der Ehe McLaren-Honda? McLaren-Teamchef Eric Boullier spricht von einer Frist im September.

McLaren-Direktor Zak Brown hatte klargemacht: «So wie in den letzten drei Jahren kann es nicht weitergehen. Wir müssen die Interesssen von McLaren schützen.» Das klang nach Trennung zwischen McLaren und Honda, trotz eines Abkommens, das vom damaligen McLaren-CEO auf zehn Jahre ausgelegt worden war.

Doch Zak Brown hat von den anderen Motorherstellern in der Formel 1 die kalte Schulter gezeigt bekommen. Vieles deutet darauf hin, dass McLaren nichts Anderes übrigbleiben wird, als mit Honda weiterzumachen.

McLaren-Teamchef Eric Boullier auf die Frage, wie lange sein Team eine Entscheidung in Sachen Motorpartner hinauszögern könne: «Was die reine Technik angeht, so kannst du innerhalb von zwölf Wochen den Motor wechseln. Aber wenn du den Wagen ideal um den Motor herumbauen willst, dann musst du spätestens im September damit anfangen.»

Honda-Motorsport-Geschäftsleiter Masashi Yamamoto will nichts hören von Gerüchten um eine Trennung von McLaren und Honda. Er hatte in Japan erklärt: «Honda bleibt in der Formel 1, und Honda bleibt mit McLaren zusammen! Wir haben einen Vertrag mit McLaren. Und der sieht nicht vor, dass McLaren mit einem anderen Partner arbeiten kann, auch nicht übergangsmässig. Für uns käme das ohnehin nicht in Betracht. Einen Rückzug aus der Formel 1 wird es nicht geben. Ich rede ständig mit Firmenpräsident Takahiro Hachigo. Es gibt keine Absicht, die Formel 1 zu verlassen.»

Honda-Formel-1-Projektleiter Yusuke Hasegawa ergänzt am Hungaroring: «Es gibt keinen Zweifel, dass wir mit McLaren zusammenbleiben wollen. Ich bin froh, dass wir einen Fortschritt zeigen können, das wird unsere Beziehung verbessern.»

Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne gehen in Ungarn von den Startplätzen 7 und 8 ins Rennen.

Hasegawa weiter: «Das war die beste Quali-Darbietung in diesem Jahr. Selbst wenn wir wissen, dass uns der Hungaroring mit seinem ganz besonderen Layout entgegenkommt, so ist das doch ein positives Zeichen. Wir wissen, dass es nach wie vor eine Lücke zu den anderen Motoren gibt. Aber wir wollen hier unser bestes Saisonrennen zeigen.»

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