Rosberg: Die Schwächen von Hamilton und Vettel

Von Andreas Reiners
Formel 1
Lewis Hamilton und Sebastian Vettel

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel

Nico Rosberg will sich im Titelkampf der Formel 1 nicht festlegen. Aber: Der Weltmeister nennt die Schwächen der beiden großen Titelrivalen.

Eine genaue Prognose traut sich Nico Rosberg nicht zu. Zu eng ist der Titelkampf in der Formel 1, der am kommenden Wochenende mit dem zwölften Saisonrennen in Spa in die nächste Runde geht. Unmöglich vorherzusagen sei der Weltmeister, sein Nachfolger also.

«Ich glaube immer noch, dass Lewis und Valtteri einen Trumpf haben, weil sie langfristig das bessere Auto haben. Aber Ferrari hat sich immer wieder zurückgekämpft - wie in Ungarn. Deshalb darf man die Scuderia nicht abschreiben», sagte Rosberg Sport1.

Vor Spa trennen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton 14 Punkte, auch dessen Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas kann mit 33 Zählern Rückstand auf Vettel noch ein Wörtchen mitreden. Da kommt es auf Nuancen an, und natürlich auch auf die Fahrer, auf deren Stärken, aber auch Schwächen.

«Beide haben kleine Schwächen», sagte Rosberg: «Sebastians Stärke bringt ihm gleichzeitig auch eine Schwäche, wie man in Baku gesehen hat - zu sehr überzeugt von sich, zu überzeugt, dass er immer Recht hat.» Vettel hatte in Baku mit dem Rammstoß gegen Hamilton für einen Skandal gesorgt und hatte im Rennen eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekommen und im Nachhinein Glück, dass er von der FIA nur abgewatscht wurde.

Und Hamilton? Den kennt Rosberg schließlich in- und auswendig. «Lewis hat dagegen so ein bisschen Inkonstanz. Manchmal kommt er an die Strecke, da passt es nicht hundertprozentig im Kopf. Aber insgesamt ist der Kopf dennoch bei beiden eine Stärke.»

2018 wird der umstrittene Kopfschutz Halo eingeführt. Was hält Rosberg davon? «Schwierige Sache. Es verbessert die Sicherheit der Fahrer sehr und man kann es ganz einfach drauf schrauben. Daher kann man das verstehen. Ich verstehe aber auch, dass dies für die Puristen unter den Fans nicht ideal ist. Die Formel 1 fährt seit so vielen Jahren offen und jetzt wird es zugemacht.»

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