Adrian Newey: «GP-Stars sind keine Gladiatoren mehr»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Formel-1-Konstrukteur Adrian Newey spricht manchem GP-Fan aus der Seele

Formel-1-Konstrukteur Adrian Newey spricht manchem GP-Fan aus der Seele

Adrian Newey ist überzeugt: Die Formel 1 versprüht kein Gladiatoren-Gefühl mehr, weil die Leistung der GP-Stars in den aktuellen Formel-1-Rennern nicht mehr erkennbar ist.

Dass Adrian Newey kein Freund der aktuellen Formel-1-Antriebseinheiten ist, hat der Star-Konstrukteur bereits mehrmals klar gemacht. Der stille Brite ist immer noch überzeugt, dass der Wechsel von den schrillen und lauten 2,4-Liter-V8-Saugern zu den sehr viel effizienteren und leiseren 1,6-Liter-V6-Turbos mit komplexen Energierückgewinnung-Systemen ein Fehler war.

Am Rande einer Präsentation seines jüngsten Buches «How to Build a Car» übte Newey im BBC-Interview erneut Kritik an der aktuellen Formel 1. Der erfolgreichste GP-Auto-Designer der letzten 25 Jahre ist sich sicher: «Man hat nicht mehr dieses Gladiatoren-Gefühl, das man früher hatte.»

Als Beispiel nennt Newey der GP-Ikone Ayrton Senna. «Man schaue sich nur die Onboard-Aufnahmen vom Monaco-GP von 1990 an. Du denkst dir: Wie um alles in der Welt kann er ein Auto so bewegen? Und du denkst dir, dass du das auch nie hinbekommen wirst.»

«Nun schaust du dir die Onboard-Aufnahmen an und hast – natürlich fälschlicherweise – das Gefühl, dass du das selbst auch hinbekommen könntest», schimpft der Formel-1-Konstrukteur, der überzeugt ist, dass erst dann wieder mehrere Formel-1-Teams um die WM-Krone kämpfen können, wenn man die Leistung der Formel-1-Triebwerke angleicht.

«Für unabhängige Teams wie unseres, das nicht unbedingt die beste Antriebseinheit bekommen kann, ist es sehr schwierig, vorne mitzuspielen. Das ist ein grosser Unterschied zur V8-Ära, als die Motor-Performance noch sehr viel ausgeglichener war», erklärt Newey, und betont: «Wäre die Motor-Leistung ausgeglichener, hätten wir in diesem Jahr einen sauberen Mehrkampf um den WM-Titel zwischen uns, Mercedes, Ferrari und McLaren miterlebt, und das ist es doch, was wir wollen.»

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