Daniel Ricciardo: Erstes Urteil zum Red Bull RB14

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Der Australier Daniel Ricciardo (28) hat die ersten Kilometer mit dem neuen Red Bull Racing RB14 zurückgelegt. Was der fünffache GP-Sieger nach Regenrunden in Silverstone über da neue Auto sagt.

Als erstes Top-Team ist Red Bull Racing mit dem 2018er Rennwagen auf die Bahn gegangen: Daniel Ricciardo hat das Modell RB14 in Silverstone einem ersten Test unterzogen, und selbst wenn sich das Wetter typisch britisch gab, konnte der Australier einen ersten Eindruck gewinnen.

Der 28jährige Australier fuhr den Wagen im Rahmen des so genannten Filmtags, wenn den Teams Werbeaufnahmen mit maximal 100 Kilometern pro Tag erlaubt sind. Der fünffache GP-Sieger meinte anschliessend: «Basierend auf nur wenigen Runden ist es nicht ganz leicht, etwas zu sagen, aber das erste Gefühl ist gut. Der Wagen macht nichts, was mich erschrecken würde, das Heck fühlt sich stabil an. Obschon die Verhältnisse jämmerlich gewesen sind. Das sind ermutigende Zeichen.»

In den letzten Jahren brachte Red Bull Racing den neuen Wagen immer wieder im letzten Moment auf die Strecke. Dann mussten Kinderkrankheiten aussortiert werden, während die Konkurrenz schon fleissig am Rundendrehen war. Oder es wurde, wie Anfang 2017, spät erkannt, dass es ein grundlegendes Problem mit der Aerodynamik gibt. Dem wollten die vierfachen Weltmeister vorbeugen, indem das neue Auto früher auf die Testbahn kommt.

Daniel Ricciardo weiter: «Es hat eine Weile gedauert, bis alles aussortiert war, aber ich sage – lieber hier in Silverstone als nächste Woche in Barcelona. Klar werden wir auch dort jede Menge zu tun haben, aber es ist gut zu wissen, dass wir eine ganze Reihe von Aufgaben schon mal erledigt haben.»

Zum Fahren mit dem Kopfschutz Halo meint Ricciardo: «Die Sicht ist in Ordnung. Ich hatte zuvor mit dem Halo nur ein paar Installationsrunden zurückgelegt, aber mir ist gar nicht so recht aufgefallen, dass er überhaupt da ist. Auf flacher Bahn wird es keine Schwierigkeiten geben. Höchstens wenn Anzeigen weit oben angebracht sind. Das Ein- und Aussteigen fühlt sich ein wenig seltsam an. Vermutlich werde ich mir irgendwann einen Muskel zerren! Aber das ist okay, wir werden uns alle daran gewöhnen.»

Über die aufregende Lackierung seines Dienstwagens sagt Daniel: «Ich fand sie sehr cool. Das ist genau, was du sehen willst, wenn du in die Box kommst.»

Auch Max Verstappen schaute vorbei, aber zum Fahren ist der Niederländer nicht gekommen: «Der Wagen sieht aggressiv aus, und mir gefällt diese Lackierung sehr. Ich kann es nicht erwarten, in Spanien einzusteigen – hoffentlich bei besserem Wetter als hier.»

Die wichtigsten Termine 2018

Team-Präsentationen
20. Februar: Sauber (Internet)
20. Februar: Renault (Internet)
22. Februar: Ferrari (Maranello)
22. Februar: Mercedes (Silverstone)
23. Februar: McLaren (Internet)
26. Februar: Toro Rosso (Barcelona)

Wintertests
26. Februar bis 1. März: Circuit de Barcelona-Catalunya
6. bis 9. März: Circuit de Barcelona-Catalunya

Testfahrten innerhalb der Saison
15./16. Mai: Circuit de Barcelona-Catalunya
31. Juli/1. August: Hungaroring

Formel-1-WM
25. März: Australien (Melbourne)
8. April: Bahrain (Sakhir)
15. April: China (Shanghai)
29. April: Aserbaidschan (Baku)
13. Mai: Spanien (Barcelona)
27. Mai: Monaco (Monte Carlo)
10. Juni: Kanada (Montreal)
24. Juni: Frankreich (Le Castellet)
1. Juli: Österreich (Spielberg)
8. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
22. Juli: Deutschland (Hockenheim)
29. Juli: Ungarn (Budapest)
26. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
2. September: Italien (Monza)
16. September: Singapur
30. September: Russland (Sotschi)
7. Oktober: Japan (Suzuka)
21. Oktober: USA (Austin)
28. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
11. November: Brasilien (São Paulo)
25. November: Abu Dhabi (Insel Yas)

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