Sergio Pérez: «Halo hilft nicht beim Überholen»

Von Agnes Carlier
Formel 1
Sergio Pérez auf Abwegen: Der Dreher ruinierte sein Rennen

Sergio Pérez auf Abwegen: Der Dreher ruinierte sein Rennen

Force India-Pilot Sergio Pérez schimpfte nach dem Kanada-GP über Carlos Sainz, der sein Rennen ruiniert hatte. Und er erklärte, warum der Halo-Schutzbügel mitverantwortlich ist für die fehlende Action auf der Strecke.

So hatte sich Sergio Pérez den siebten WM-Lauf in Montreal bestimmt nicht vorgestellt: Der Force India-Pilot, der vom zehnten Startplatz losfahren durfte, kam nur auf Position 14 ins Ziel. Verantwortlich dafür war ein Dreher nach dem Restart, der auf die frühe Safety-Car-Phase folgte. Denn bei diesem wurde der Mexikaner von Renault-Pilot Carlos Sainz in einen Dreher gezwungen.

Während der Spanier als Achter Punkte holen konnte, ging Pérez leer aus. Denn die Regelhüter verzichteten darauf, Sainz für den Restart-Crash zu bestrafen. Kein Wunder, schäumte der 28-Jährige aus Guadalajara vor Wut, als er nach dem Rennen vor die Kameras trat. «Ich bin unglaublich enttäuscht, dass ich keine Punkte holen konnte. Mein Start war gut, auch wenn ich keine Positionen wettmachen konnte. Und der Restart nach der Safety-Car-Phase war noch besser, deshalb konnte ich in der ersten Kurve an Sainz vorbeiziehen.»

Ab da ging alles schief: Sainz erwischte den Force India-Renner und zwang diesen in einen Dreher. «Ich war sehr überrascht, dass er mich angerempelt hat, denn ich habe ihm mehr Platz als nötig gelassen und ich war schon vorne. Das war einfach nicht gut genug und deshalb habe ich dann über Boxenfunk eine Strafe für ihn gefordert. Ich konnte einen Crash vermeiden, aber von da an war mein Rennen gelaufen», schilderte Pérez, der nach dem Zwischenfall versuchte, mittels einer unkonventionellen Strategie nach vorne zu kommen.

Doch das misslang – auch weil das Überholen auf dem Circuit Gilles Villeneuve sehr schwierig war. «Wir haben eine etwas andere Strategie ausprobiert und zwei Stopps eingelegt, doch das half nichts, um in die Punkte zu kommen. Es war unmöglich, einen Gegner zu überholen, mit diesen Autos kommst du kaum an einem Gegner vorbei, wenn du nicht sehr viel schneller bist», erzählte der achtfache GP-Podeststürmer.

Und Pérez rätselte: «Ich verstehe nicht, warum das so war. Die Autos sind in diesem Jahr wegen des Halo-Schutzbügels noch schwerer, das ist beim Überholen natürlich auch keine Hilfe. Der Tempo-Unterschied, der nötig ist, um mit diesen Rennern zu überholen, ist enorm. Solange Pirelli nichts Dramatisches macht, werden wir wohl immer langweilige Rennen haben.»

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