Toto Wolff: Mercedes steht Esteban Ocon nicht im Weg

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff würde Esteban Ocon ziehen lassen

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff würde Esteban Ocon ziehen lassen

Toto Wolff betont, dass man Mercedes-Junior Esteban Ocon keine Steine in den Weg legen werde, sollte der schnelle Franzose ein Angebot eines anderen Herstellers für die nächsten Jahre bekommen.

Noch bevor Esteban Ocon 2015 den Titel in der Nachwuchsserie GP3 errang, nahm Mercedes den schnellen Franzosen ins hauseigene Nachwuchskader auf. Das Rennfahrer-Talent aus Evreux, das bereits in jenem Jahr als Testfahrer in Diensten von Force India stand, durfte im vergangenen Jahr erstmals für das Team aus Silverstone einen GP-Einsatz bestreiten.

Dabei handelte es sich allerdings nicht um sein GP-Debüt, denn dieses hatte Ocon bereits in der vorangegangenen Saison für das Manor-Team bestritten, das noch vor dem Start der 2017er-Saison in Insolvenz ging. Ocon wechselte zu Force India und sorgte gleich zu Beginn des letzten Jahres mit fünf Punktefahrten in Folge für hochgezogene Augenbrauen in der Boxengasse. In Monaco ging er als Zwölfter erstmals leer aus, was er in den darauffolgenden zwölf Rennen wiederum vermied.

In diesem Jahr belegt Ocon nach elf Saisonläufen den elften Zwischenrang in der WM-Tabelle – gleich hinter seinem weitaus erfahreneren Teamkollegen Sergio Pérez, der 2018 nur einen WM-Zähler mehr als sein Stallgefährte sammeln konnte. Kein Wunder, liebäugelt die Renault-Teamführung mit der Verpflichtung des schnellen 21-Jährigen, der schon 2014 und 2016 Freitagstrainingseinsätze für den Rennstall aus Enstone bestritten hatte.

Doch bevor Ocon wieder zu jenem Team zurückkehrt, mit dem er seine ersten Formel-1-Erfahrungskilometer sammeln durfte, muss Mercedes den Junior freigeben. Daran sollte aber ein möglicher Wechsel nicht scheitern, wie Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff im Fahrerlager am Hungaroring betont.

«Wir haben Esteban ins Programm aufgenommen, als das Gravity-Nachwuchsprogramm eingestampft wurde. Das erste Formel-1-Team, mit dem er in Verbindung gebracht wurde, war auch Renault und nicht Mercedes. Wir hatten damals unser Nachwuchsprogramm erst in Angriff genommen und es fühlte sich einfach nur richtig an, Pascal Wehrlein und Esteban eine Chance zu geben», erzählte der Wiener.

«Bis heute versuchen wir diesen beiden Fahrern einen Karriereweg zu ermöglichen, mit dem sie langfristig Erfolge und vielleicht sogar Titel feiern können», beteuert Wolf, der auch klarstellt: «Aber mit Valtteri (Bottas, Anm.) und Lewis (Hamilton, Anm.) sind wir im Werksteam gut aufgestellt. Deshalb ergibt sich derzeit innerhalb von Mercedes keine Chance für Esteban, zusammen mit uns Erfolge zu feiern. Sollte er diese also durch einen Wechsel zu einem anderen Team oder Hersteller bekommen, dann wollen wir ihm nicht im Weg stehen.»

Quer stellen könnte sich jedoch auch Force India, denn Ocon soll über einen mehrjährigen Vertrag mit dem Mittelfeld-Team verfügen. Geschäftsführer Otmar Szafnauer betont denn auch: «Wir müssten einem möglichen Wechsel zustimmen.» Trotzdem wolle auch er dem gross gewachsenen Talent nicht im Weg stehen, erklärt er, auch wenn er im gleichen Atemzug klarstellt: «Mein Job ist es, die Interessen von Force India zu wahren, ich werde also das tun, was am Besten für uns ist.»

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