Sebastian Vettel (Ferrari): Was er für Monza plant

Von Mathias Brunner
Formel 1
Die Ferrari-Stars beim Fan-Fest in Mailand

Die Ferrari-Stars beim Fan-Fest in Mailand

​Belgien-GP-Sieger zerknüllte beim Fan-Fest von Mailand den Frontflügel seines Ferrari. Der Heppenheimer sagt, warum ihm dieses Missgeschick unterlief und was er sich für Monza vorgenommen hat.

Schreckmoment beim Formel-1-Fan-Fest von Mailand: Sebastian Vettel rutschte mit einem Ferrari geradeaus in eine Pistenbegrenzung aus Kunststoff. Dabei wurde der Frontflügel des roten Renners abgeknickt, im Schritttempo kehrte Vettel zu seinen Jungs zurück, um den Schaden zu begutachten. Nachher meinte der vierfache Weltmeister: «Ich muss mich entschuldigen. Aber ich bin mit dem dem Lenkrad von Kimi gefahren, da befindet sich die Kupplung auf der anderen Seite. Ich habe nicht mehr daran gedacht und bin zu flott auf die Kurve zugefahren.»

«Wir möchten den Fans etwas zurückgeben für ihre jahrelang Treue. Vielleicht habe ich es dabei ein wenig übertrieben. Es war eine tolle Erfahrung, den Fans so nahe zu sein und in den Strassen von Mailand zu fahren.»

«Monza ist für uns ein ganz besonderes Wochenende. Das geht auch an mir nicht spurlos vorbei, selbst wenn ich Deutscher bin. Ich möchte den Tifosi in Monza grosse Emotionen schenken, und ich glaube, mit dem 2018er Ferrari habe ich dazu die besten Chancen. Ich will in Monza gewinnen und unseren Traum vom WM-Titel am Leben erhalten. Wir dürfen optimistisch ins Wochenende gehen, aber ich bleibe auch vorsichtig – Monza hat seine eigenen Gesetze. Wir haben einen Allrounder als Rennwagen mit einem sehr starken Motor, wir liegen mindestens in der Nähe von Mercedes.»

Derzeit steht es 231:214 für Lewis Hamilton gegen Vettel, mit seinem Sieg in Belgien hat Sebastian den Rückstand um sieben Punkte abknabbern können. Der Plan für Monza: Ein blitzsauberer Sieg, es wäre der erste seit Fernando Alonso 2010, am liebsten gleich ein Doppelsieg, was letztmals 2004 passierte, als Rubens Barrichello vor Michael Schumacher triumphierte. In diesem Denkmodell würde Vettel 25 Punkte für den Sieg erhalten, Hamilton bestenfalls 12 für Rang 3, damit wäre der Vorsprung des Briten auf vier Punkte verringert, bevor es nach Singapur geht – wo sich Mercedes seit Jahren schwertut.

Zurück nach Mailand, wo sich Vettel auf Italienisch fast so gut schlägt wie am Rennlenkrad. Seb bescheiden: «Ich bin nicht so zufrieden damit, wie ich spreche, ich muss noch viel besser werden. Aber ich mache alles selber, ich habe keinen Unterricht.»

Seb wird auch gefragt, ob er das neue Buch über das Leben von Kimi Räikkönen schon gelesen habe. Vettel lacht: «Nein, denn bislang ist es erst auf Finnisch erschienen. Und eigentlich müsste ich es ja gar nicht lesen, weil ich ihn ja kenne. Möglicherweise ist es gescheiter, wenn ich nicht zu viel über ihn erfahre!»

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