Claire Williams: «Formkrise war ein Riesenschock»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Claire Williams

Claire Williams

Die stellvertretende Williams-Teamchefin Claire Williams gesteht, dass ihre Truppe in diesem Jahr unter den eigenen Erwartungen geblieben ist. Man habe schnell gemerkt, dass es nicht nach Plan läuft, so die Britin.

Die Hoffnungen waren gross, als das Williams-Team mit dem FW41 zum Vorsaison-Test in Barcelona ausrückten. Doch der Traditionsrennstall musste schnell einsehen, dass der diesjährige GP-Renner aus der Feder des früheren Mercedes-Technikchefs Paddy Lowe nicht den Erwartungen entsprach, wie Claire Williams in der jüngsten Ausgabe des «Beyond The Grid»-Podcasts auf «Formula1.com» erzählt.

Die stellvertretende Teamchefin gesteht: «Es war tatsächlich ein Riesenschock. Ich dachte, dass wir sehr viel stärker sein würden, wie wir alle, denke ich, und auch viele Fans auf der ganzen Welt. Die Erwartungen waren also hoch, und als wir dann zum Test ausrückten – wir mussten nicht einmal bis zum ersten Rennen in Australien abwarten – war uns klar, dass es nicht wie geplant laufen würde.»

Als man dann im Verlauf der Saison feststellen musste, wie weit man von der Konkurrenz entfernt ist, sei man erneut böse überrascht worden, fügt Williams seufzend an: «Ich konnte es nicht glaube, dass wir immer wieder am falschen Ende des Feldes auftauchten – und zwar sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Und ich denke, diese bittere Pille haben wir noch nicht verdaut. Noch stehen zwei Rennen auf dem Programm und ich muss gestehen, dass ich es kaum erwarten kann, bis in Abu Dhabi die letzte Zielflagge in diesem Jahr fällt.»

Geht es um die Ursache für die andauernde Leistungskrise, hält sich die Teamchefin zurück: «Natürlich hatten wir unzählige Sitzungen mit dem technischen Team und Paddy und selbstverständlich gab es auch eine ganze Reihe von Problemen, die wir dabei besprechen mussten. Aber ich werde hier keine schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit waschen. Schliesslich ist der Zusammenhalt unsers Teams etwas, das mich in diesem Jahr besonders mit Stolz erfüllt hat.»

«Unser Team hätte locker implodieren können», ist sich Williams sicher. «Wir hätten uns in internen Machtkämpfen verzetteln können und wir hätten auch die halbe Belegschaft rausschmeissen können. Aber das wollte ich nicht. Natürlich hatten wir unsere Diskussionen und wir kennen unsere Schwächen. Ich denke, die ganze Welt kann diese sehen und natürlich gibt es da Verantwortlichkeiten. Wir müssen schauen, wann und wo es genau schief gelaufen ist.»

«Wahrscheinlich haben wir uns bei der Aerodynamik und der Kühlung vertan, aber da haben auch viele andere Faktoren eine Rolle gespielt», analysiert die 38-Jährige. «Sonst fällt man nicht einfach vom fünften auf den zehnten WM-Rang zurück. Das liegt nicht nur daran, wie wir das Auto im Winter konstruiert haben.»

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