Ducati-Werksfahrer Bagnaia: «Will das zurückholen, was ich verloren habe!»
Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia zeigt sich während der Präsentation seiner 2026er-Mannschaft ausgeruht, zuversichtlich – und durchaus selbstbewusst. Bagnaia will zurückschlagen.
Seit Beginn der MotoGP-Saison 2025 wurden ebenso viele Worte über Pecco Bagnaia wie über Marc Marquez verfasst. Doch während sich beim Spanier alles um ein überragendes Comeback und seinen Durchmarsch zum Titel drehte, ging es beim bis dato erfolgreichsten Ducati-MotoGP-Piloten überhaupt um eine bittere Niederlage. Statt sich mit «MM93» um die Krone des Sports zu streiten, haderte der einstige Seriensieger mit sich und der Ducati-Welt. Platz 5 noch hinter Aprilia-Ass Bezzecchi und KTM-Aushängeschild Acosta war alles, was dem drittbesten Ducati-Racer von der Kampagne 2025 blieb.
So unternahm der Italiener auch erst gar nicht den Versuch, 2025 totzuschweigen. Bagnaia sagte während der offiziellen Präsentation seiner Mannschaft in Madonna di Campiglio: «Sind wir ehrlich, schon 2024 habe ich viele kritische Fragen bekommen, dafür dass ich sehr viele Rennen gewonnen, den Titel aber verloren habe. Letztes Jahr war die Situation komplett anders, denn die Probleme lagen nun auf einer ganz anderen Seite. Ich denke, das ist nun mein Teil des Rennsports, aber es ist auch die Chance, aus dem Geschehenen zu lernen.»
Bagnaia, der in der vergangenen Woche seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte und nun bereits in seine sechste Saison als Ducati-Werksfahrer geht, fährt weiter: „Ich habe jetzt aber eine gute Phase hinter mir, denn ich konnte sowohl genau reflektieren als auch meine Gedanken in die richtige Art auf 2026 lenken, um mich selbst weiter zu verbessern. Und – ich habe viel trainiert.»
Als wichtigen Anhaltspunkt sieht der Champion der Jahre 2022 und 2023 auch den Boxennachbar: «Ich sehe es auch als Glück an, dass ich Marc in der Nähe habe. Er ist die Referenz und ich werde natürlich auch in seine Richtung um mich und meine Ergebnisse zu optimieren.»
Abschließend zur außergewöhnlichen Saison 2025 sagte der in Pesaro lebende Bagnaia: «Es war nicht nur für mich ein sehr schweres Jahr, denn die Situation hat auch meine Mannschaft sehr belastet – aber jetzt lasse ich dieses herausfordernde Jahr hinter mir.»
Durchaus selbstbewusst zeigte sich die Startnummer 63, als es um die konkrete Zielsetzung ging: «Wenn ich in einigen Monaten auf die Saison 2026 schaue, dann möchte ich sagen können, dass ich Duelle hatte mit der Referenz Marc Marquez und dass ich generell bei allen Rennen konkurrenzfähig bin. Ich werde versuchen, das zurückzuholen, was ich verloren habe.»
Pecco Bagnaia verließ die Bühne mit einem breiten Grinsen, denn sein Motorrad hat es ihm schon jetzt angetan: «Rot mit Weiß – das ist für mich eine sehr gute Kombination und das schönste Motorrad, seitdem ich für Ducati fahre. Ich denke, es ist auch ein Vorteil für mich, dass sich technisch im letzten Jahr der 1000er weniger verändert hat als in der Vergangenheit. Ich möchte jedenfalls so schnell es geht mit dem Test beginnen!»
Bis zum Sepang-Test müssen sich die Ducati-Werksfahrer noch bis zum 3. Februar gedulden Dann geht es in Malaysia drei Tage um die bestmögliche Vorbereitung auf die Saison 2026 – die dann vielleicht unter dem für 2025 gesetzten Motto steht: Dream Team.
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