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Lawrence Stroll: «Nicht hier, um Geld zu verpulvern»

Als Mitbesitzer des Racing Point F1 Teams verfolgt Lawrence Stroll ehrgeizige Ziele. Der Mode-Milliardär aus Kanada stellt klar: «Ich bin nicht wegen meines Egos dabei, für mich ist das ein langfristiges Projekt.»

Formel 1

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Wie heisst es doch so schön: Wer in der Formel 1 ein kleines Vermögen machen will, muss ein grosses investieren. Die Königsklasse des Formelsports ist bekanntlich teuer, davon zeugen nicht nur die unermüdlichen Versuche der letzten Jahre, die Kosten für die Teams zu drücken. Dennoch ist sich Rennstall-Mitbesitzer Lawrence Stroll sicher: Sein Investment kommt ihn nicht teuer zu stehen.

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Im Interview mit der "New York Times" erklärte der Mode-Milliardär: "Ich bin nicht wegen meines Egos dabei, und ich bin auch nicht hier, um Geld zu verpulvern. Für mich ist das ein langfristiges Projekt, genauso wie bei meinen anderen Investitionen, sei es bei Tommy Hilfiger, Michael Kors oder wo auch immer." Und der Kanadier, der seinen Sohn Lance ins eigene Team Racing Point befördert hat, beteuert auch, sein Engagement im GP-Zirkus habe nichts mit der Förderung der Karriere seines Sohnes zu tun.

Stroll hofft auf die Budget-Obergrenze, die die neuen Formel-1-Besitzer um Liberty Media durchboxen wollen. Die Idee einer Ausgaben-Bremse ist nicht neu – seit Jahren wird hinter den Kulissen der Königsklasse darüber diskutiert und gestritten – genauso wie um die Neuverteilung der Formel-1-Einnahmen unter den Teilnehmern.

Denn die grossen Teams wollen ihre Vorteile nicht einfach abgeben, während die kleineren Rennställe ums Überleben kämpfen müssen. Stroll bekümmert das wenig, er sagt: "Es ist kein Geheimnis, dass es auf die eine oder andere Art eine Budget-Obergrenze und eine bessere Gewinnverteilung geben wird." Aber auch er gesteht: "Noch ist nicht klar, wie das funktionieren soll."

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Der geschäftstüchtige 59-Jährige, der bereits vor der Übernahme des bisherigen Force India-Teams in der Formel 1 als Williams-Investor präsent war, erklärt: "Ich hatte genügend Diskussionen mit F1-CEO Chase Carey, um zu verstehen, dass dies die Richtung ist, in die sie gehen wollen und müssen. Meiner Ansicht nach ergeben sich dadurch finanzielle Möglichkeiten – und ab 2021 eine Chance, profitabel zu wirtschaften."

Auch sportlich sollte dann mehr möglich sein, ist sich Stroll sicher. "Mit der richtigen Finanzierung, Führung und Motivation sehe ich nichts, was gegen hohe Erwartungen spricht. Wir sollten dann sogar in der Lage sein, mit den Grossen mitzuhalten und ich hoffe, dass wir dann um den dritten WM-Platz kämpfen können."

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