Sebastian Vettel: Schon vor Wintertests im Ferrari

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Am 18. Februar beginnen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Wintertestfahrten der Formel 1. Schon einen Tag vorher wird Sebastian Vettel in sein neues Auto steigen – für einen Filmtag.

Ferrari will 2019 endlich die Nase vorn haben, und wenigstens was den Testbetrieb auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya angeht, werden die Italiener das wohl schaffen. Die Formel-1-Wintertests beginnen am Montag, 18. Februar. Aber schon am Sonntag davor will Ferrari auf der GP-Rennstrecke einen Filmtag einlegen und Sebastian Vettel sowie Charles Leclerc ans Lenkrad lassen.

Zur Erinnerung: Gemäss Formel-1-Reglement stehen jedem Team pro Saison zwei solcher Filmtage zu, dabei dürfen nicht mehr als 100 Kilometer zurückgelegt werden. Der Autoverband FIA muss überdies davon informiert sein, welche Fahrzeuge und welche Fahrer zum Einsatz kommen. Der Wagen rollt auf Demo-Reifen von einer sehr harten Mischung, welche mit dem aktuellen Pirelli-Gummi wenig zu tun hat.

Was vom Reglement nicht verboten ist: Zu Werbezwecken (hüstel, hüstel) ganz viele Boxenstopps filmen, sprich üben. Ein Filmtag ist eine prima Gelegenheit, das Auto in einem ersten Test zu checken und beide Piloten mit dem Wagen vertraut zu machen. Ferrari wird aus diesem Zweck Sebastian Vettel und Charles Leclerc fahren lassen. Normalerweise verlaufen solche Tage hinter verschlossenen Toren.

Der Formel-1-Ferrari mit Projektnummer 670 hat noch keinen offiziellen Namen. Ferrari betrat in Sachen Rennwagen-Kennzeichnung schon immer merkwürdige Wege: Die Bezeichnung des 2017er Renners, SF70H, schlüsselte sich so auf – Scuderia Ferrari, 70 für den 70. Geburtstag der Firma, H für Hybridtechnik. 2018 dann hiess der Wagen SF71H. Folgerichtig müsste das Auto für die Saison 2019 SF72H heissen, aber was ist bei Ferrari schon folgerichtig?

Klar verbinden die Italiener den Namen des neuen Renners oft mit dem Jahr, siehe F2004 für jenes Auto, mit dem Michael Schumacher für Ferrari den fünften Titel in Serie einfuhr. Es gibt jedoch auch Ungewöhnliches: 2011 wurden 150 Jahre Italien mit dem Ferrari 150º Italia gefeiert, 2003 hiess der Wagen F2003-GA, um an den verstorbenen Gianni Agnelli zu erinnern.

Enzo Ferrari selber mochte Typenbezeichnungen, die auf Zylinderzahl und Hubraum Rückschlüsse liessen. Der legendäre Ferrari 312 hiess so, weil er einen Dreiliter-Zwölfzylindermotor aufwies, der Haifischmaul-156er hiess so, weil im Heck ein 1,5-Liter-V6-Motor arbeitete.

Wie auch immer: Wenn alles klappt, fährt Vettel am 17. Februar erstmal seinen neuen Wagen. Sollte es zu Verzögerungen kommen, würde Ferrari den Filmtag am 24. Februar einlegen, also zwei Tage vor dem Beginn der zweiten Wintertests.

Formel 1 2019

Team-Präsentationen
12. Februar: Renault (Enstone)
13. Februar: Force India (Toronto)
14. Februar: McLaren (Ort unbekannt)
15. Februar: Ferrari (Maranello)

Wintertestfahrten
18. bis 21. Februar: Wintertest 1, Barcelona
26. Februar bis 1. März: Wintertest 2, Barcelona

Saison 2019
17. März: Australien, Melbourne
31. März: Bahrain, Sakhir
14. April: China, Shanghai
28. April: Aserbaidschan, Baku
12. Mai: Spanien, Barcelona
26. Mai: Monaco, Monte Carlo
9. Juni: Kanada, Montreal
23. Juni: Frankreich, Le Castellet
30. Juni: Österreich, Spielberg
14. Juli: Grossbritannien, Silverstone
28. Juli: Deutschland, Hockenheim
4. August: Ungarn, Budapest
1. September: Belgien, Francorchamps
8. September: Italien, Monza
22. September: Singapur, Singapur
29. September: Russland, Sotschi
13. Oktober: Japan, Suzuka
27. Oktober: Mexiko, Mexiko-Stadt
3. November: USA, Austin
17. November: Brasilien, São Paulo
1. Dezember: Abu Dhabi, Yas Marina

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