Aufatmen bei Bagnaia: Ducati GP26 ist ein klarer Fortschritt zur GP25
Nach drei Testtagen in Sepang zieht Francesco Bagnaia ein positives Fazit. Der Ducati-Werkspilot sieht den MotoGP-Test als klaren Schritt nach vorne, auch wenn die finale Zeitenjagd ausblieb.
«Ich denke, wir haben einen sehr guten Test absolviert – sowohl was die Teile als auch die Performance betrifft», lautete das Urteil von Francesco Bagnaia zum letzten MotoGP-Testtag in Sepang. Ein Wehrmutstropfen sei aber gewesen, dass keine Zeit mehr für eine finale Zeitenjagd war. «In den letzten Jahren habe ich immer versucht, im Test eine magische Runde zu fahren. Aber es ist nicht das Beste, immer im Test extrem schnell zu sein.» In der kombinierten Zeitenliste landete er mit 1:56,929 min auf dem fünften Platz.
Bagnaia sieht keinen Zwang zur Testbestzeit
Der Ducati-Werksfahrer räumte offen ein, dass ihm diese starke Einzelrunde am dritten Tag fehlte. «Wir haben diese eine Runde verpasst. Aber wir haben in Thailand noch Zeit, uns zu verbessern – und dann kommt direkt das erste Rennen dort.» Entscheidend sei gewesen, mit einem soliden Gefühl aus Sepang abzureisen.
Die Rennsimulation, die er im Abschlusstraining fuhr, bewertete der Italiener positiv. «Die Sprint-Simulation lief gut. Nur in den letzten drei Runden hatte ich etwas Abbau, vor allem am Vorderreifen. Es war schwierig, konstante Zeiten zu fahren.» Panik sei laut Bagnaia aber keine angebracht.
Zweifel, dass die GP26 nicht auf dem richtigen Weg ist, seien unbegründet. «Das 26er-Paket ist im Grunde entschieden. Ich fühle mich besser als mit der GP25. Ich hatte nie große Zweifel, aber ich bin sicher: Es ist das bessere Bike.» In Thailand werde es vor allem darum gehen, Details wie Schwinge und Verkleidung final abzuklären. «Bei der Schwinge geht es vor allem um den Grip in einer anderen Rennphase», erklärte er technisch präzise.
Zukunftsfrage bleibt offen – Gelassenheit überwiegt
Auch Fragen zu seiner persönlichen Zukunft konterte Bagnaia ohne Drama. «Ich befinde mich in Gesprächen. Eine Saison wie die letzte kann dich auf die falsche Seite bringen, aber ich habe viele Möglichkeiten.» Damit ist klar: Das Ducati-Werksteam ist nicht die einzige Option für den zweifachen MotoGP-Weltmeister.
Dass die Verträge anders als in der Vergangenheit teilweise schon vor dem Saisonstart beschlossen werden, sieht Bagnaia pragmatisch. «Wir leben in einer Welt, die extrem schnell ist. Jorge Lorenzo sagte einmal, man erinnere sich immer an die letzten Rennen. In den letzten drei, vier Jahren passiert das deutlich früher. Ehrlich gesagt, finde ich das richtig.»
Ergebnisse MotoGP Sepang-Test, Tag 3
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Alex Marquez (E)
Ducati
1:56,402 min
2.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,124 sec
3.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,383
4.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,387
5.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,527
6.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,728
7.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,843
8.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,851
9.
Joan Mir (E)
Honda
+0,866
10.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,888
11.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,924
12.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,178
13.
Brad Binder (ZA)
KTM
+1,188
14.
Maverick Vinales (E)
KTM
+1,197
15.
Johann Zarco (F)
Honda
+1,199
16.
Luca Marini (I)
Honda
+1,403
17.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,754
18.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,924
19.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+2,074
20.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+2,500
21.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+2,876
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