Neue F1-Regeln 2019: Top-Teams leiden am stärksten

Von Rob La Salle
Formel 1
Marcin Budkowski (rechts) im Gespräch mit Teamchef Cyril Abiteboul

Marcin Budkowski (rechts) im Gespräch mit Teamchef Cyril Abiteboul

Mit neuen Aero-Vorgaben wollen die Formel-1-Bosse für mehr Action auf der Strecke sorgen. Die Regeländerungen treffen die grossen Teams am stärksten, ist sich Renault-Sport-CEO Marcin Budkowski sicher.

Die neuen GP-Renner für die Saison 2019, die ab dem 11. Februar präsentiert werden, unterscheiden sich deutlich von ihren Vorgängern. Das liegt vor allem an den neuen Aerodynamik-Regeln, die speziell vereinfachte Front- und Heckflügel vorsehen, um die Luftverwirbelungen hinter den Formel-1-Autos zu vermindern. Denn diese verhindern, dass sich ein Gegner in den Windschatten seines Vordermannes setzen und diesem richtig auf die Pelle rücken kann.

Seit die neuen Regeln formuliert wurden, läuft die öffentliche Diskussion über den Sinn und die Zweckmässigkeit der jüngsten Änderungen. Hinter den Kulissen wird jedoch eifrig daran gearbeitet, die Freiheiten, die das Reglement erlaubt, möglichst gewinnbringend zu nutzen, um den Verlust an Performance wieder wettzumachen. «Das ist uns zum Teil auch schon gelungen», verriet Renault-Sport-CEO Marcin Budkowski im Gespräch mit «Sky Sports F1».

«Die Autos werden ziemlich vereinfacht, und das beeinflusst natürlich auch die Performance – ich denke, das ist bei jedem Team so. Aber wir gehen davon aus, dass die Spitzenteams am stärksten darunter leiden, ganz einfach weil sie das Potenzial der 2018er-Regeln besser ausschöpfen konnten und deshalb mehr Performance einbüssen.»

«Allerdings sind sie auch besser ausgerüstet, um die Verluste wieder wettzumachen», warnt der Pole, der früher in Diensten des Automobilweltverbands FIA stand. «Sie haben mehr Mittel und Leute und auch ein besseres Verständnis und mehr Erfahrungen, die es ihnen erlauben, auf höchsten Niveau zu operieren.»

Budkowski weiss: Auch der französische Autobauer will mittelfristig ganz vorne mitmischen. Und der CEO betont: «Wir liegen im Zeitplan, der sechs Jahre umfasst. Wir haben die drei Auf- und Umbau-Jahre hinter uns gebraucht und nun geht es darum, in einer nächsten Phase schrittweise auf die Top-Teams aufzuschliessen.»

Dafür hat man mit Daniel Ricciardo auch einen hochkarätigen GP-Sieger an Bord geholt. Der Australier soll zusammen mit Nico Hülkenberg die Lücke zu den grossen Drei weiter schliessen. «Es ist eine grosse Motivationsspritze, einen wie ihn an Bord zu haben. Dass er sich für uns entschieden hat, beweist doch, dass er unserem Projekt und unseren Zielen vertraut und er ein Teil von dieser Erfolgsgeschichte werden will. Als wir seine Verpflichtung verkündeten, waren alle ganz aus dem Häuschen. Wir glauben, das wir mit ihm und Nico, der eine starke Saison hinter sich hat, eine der besten Fahrerpaarungen in der Startaufstellung haben.»

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