Mathias Lauda über Niki Lauda: «Mein Vater kämpft»

Von Johannes Orasche
Formel 1
Mathias und Niki Lauda 2018 am Red Bull Ring

Mathias und Niki Lauda 2018 am Red Bull Ring

​In einem Interview spricht Niki Laudas Sohn Mathias (38) über die Situation seines Vaters Niki nach der überstandenen Lungentransplantation und der Influenza-Erkrankung.

Die Motorsport-Welt hatte zuletzt wieder Sorge um die österreichische Rennlegende Niki Lauda (69), der zum Jahreswechsel an Influenza erkrankt war und sogar den Urlaub mit der Familie auf Ibiza abbrechen musste, um in Wien erneut intensivmedizinisch behandelt zu werden. 

Jetzt spricht Mathias Lauda, der jüngere der beiden Söhne aus Laudas erster Ehe mit Marlene, in einem Interview mit der «Gazzetta dello Sport» über die Situation: «Mein Vater braucht Physiotherapie, um seine Energie zurückzuerlangen. Er trainiert mit grossem Eifer, und ich hoffe, dass wir ihn bald in Form sehen werden.»

Sportwagenfahrer Mathias Lauda gibt zu bedenken: «Mein Vater ist komplexen Operation unterzogen worden und hat schwierige Momente erlebt. Er hat einen sehr starken Charakter und er kämpft. Ich spreche jeden Tag mit ihm.» Der Zusammenhalt in der Familie ist gross: «Wenn ich nicht da bin, dann ist mein Bruder Lucas bei ihm. Jemand von uns ist immer in Wien», berichtet der 38-Jährige.

Die Beziehung zu seinem Vater sei sehr eng, so Mathias Lauda. «Wir besprechen alles. Wir haben eine Beziehung, als wären wir die besten Freunde. Wir sind sehr offen und ehrlich zueinander. Er ist einer der grössten Experten im Motorsport, und von ihm habe ich sehr viel so Mathias Lauda, der zuletzt beim 24-Stunden-Rennen in Daytona einen Ferrari 488 GT3 gefahren hatte, zusammen mit dem früheren portugiesischen Formel-1-Fahrer Pedro Lamy sowie Paul Dalla Lana (USA) und Daniel Serra (BR), sie schieden allerdings aus. In den Jahren 2006 bis 2009 war Mathias Lauda in der DTM bei Mercedes unter Vertrag. Aus der erhofften Formelkarriere ist nie etwas geworden.

Niki Lauda wird am 22. Februar 70 Jahre alt. Der dreifache Formel-1-Weltmeister hatte sich nach einer Lungentransplantation im vergangenen Sommer sowie erfolgreicher Reha rund um die Jahreswende 2018/2019 im Kreise seiner Familie eine Influenza-Infektion eingefangen und sich – erneut in Wien – in Spitalbehandlung begeben. Aufgrund seiner Transplantation und der daraus folgenden immunsupprimierenden Therapie war ein Aufenthalt auf der Intensivstation notwendig.

Lauda will seinen Job als Aufsichtsrats-Chef des Formel-1-Rennstalls von Mercedes weiter mit dem selben Engagement ausführen. Sonst tritt er zum Wohle seiner Gesundheit und der eigenen Familie künftig aber beruflich kürzer. Wie gemeldet hat der Wiener auch die letzten 25 Prozent an seiner Fluglinie Laudaotion an den Ryanair-Konzern verkauft.

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