Renault: Neuer Motor für Hülkenberg und Ricciardo

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo

Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo

​Nicht nur Ferrari legt mit einem neuen Motor nach für Sebastian Vettel und Charles Leclerc: Auch Renault bringt einen verbesserten 1,6-Liter-V6-Turbomotor, für Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo.

Alle reden hier in Spanien vom neuen Kraftpaket im Heck der Ferrari-Renner von Sebastian Vettel und Charles Leclerc, aber auch Renault legt nach – verbesserte Antriebseinheit für die gelben Werksrenner von Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo. Die Franzosen selber sehen den 1,6-Liter-V6-Motor nicht als «Spec 2» oder die erste Entwicklungsstufe des 2019er Motors, aber die Verbesserungen haben auf den Prüfständen so erfreuliche Ergebnisse gebracht, dass die Version früher als geplant auf die Rennstrecke gebracht wird. Der grösste Unterschied für die Lenkradartisten aus Australien und Deutschland: Ricciardo und Hülkenberg können mit mehr Dampf fahren, zudem glauben mit Motortechniker von Renault, dass die Optimierungen auch die Standfestigkeit erhöhen.

Daniel Ricciardo vor dem Spanien-GP: «Wir haben analysiert, was in Baku passiert ist. Ich schätze, wir haben einige Aspekte im Umgang mit den Reifen verstanden. Würden wir heute in Baku fahren, dann wären wir konkurrenzfähiger. Aber Barcelona ist nicht Baku. Es wird weniger warm als es hier im Frühling sein kann. Mal sehen, was das in Sachen Reifenaufwärmen bedeutet. Das klingt jetzt nicht sehr positiv!»

«Die Änderungen am Motor zielen eher auf die Standfestigkeit als auf pure Motorleistung. Wir haben zudem einen neuen Frontflügel mit und neue Luftleit-Elemente. Alle Teams haben Verbesserungen hier, die meisten Autos werden einige Zehntel schneller. Aber weil alles das gelingt, bleibt in der Regel das Kräfteverhältnis ungefähr gleich. Ich würde mich schon sehr wundern, wenn hier einem Rennstall ein Sprung von acht Zehntelsekunden pro Runde gelingen würde.»

Wie geht Daniel mit den Enttäuschungen der ersten Rennen um? «Mir war klar, dass Schwierigkeiten auf mich zukommen würden. Ich war vorbereitet. Klar wäre mir lieber, wir hätten ein schnelleres Auto. Aber ich sehe, was alles hinter den Kulissen passiert, also bleibe ich zuversichtlich, dass wir unsere Ziele noch erreichen. Ich bin am richtigen Ort.»

Nico Hülkenberg meint: «So riesig ist unser Evo-Paket hier nicht, jetzt wird es darum gehen, die vielversprechenden Daten aus dem Windkanal auf der Piste umzusetzen. An unserem Chassis erkenne ich keinen Fehler, es geht einfach darum, mehr aus dem Wagen zu holen. Klar willst du als Racer von einem Wagen immer mehr Abtrieb und Grip und eine bessere Balance. Aber abgesehen von Baku waren wir flott mit dabei. Es geht um Detailarbeit, es geht darum, den Wagen besser zu verstehen, besonders beim heiklen Umgang mit den Reifen. Wir stecken wie jedes Team in einem Lernprozess. Ich glaube fest daran, dass wir nach dem Ausreisser Baku wieder am vorderen Ende des Mittelfelds auftauchen werden.»

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