Gasly-Cockpit für Hülkenberg? GP-Stars dementieren

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1

Sowohl Pierre Gasly als auch Nico Hülkenberg betonen in Montreal: An den Gerüchten, dass der deutsche Renault-Routinier den jungen Franzosen bei Red Bull Racing ersetzen soll, ist nichts dran.

Die GP-Stars haben erst sechs der 21 WM-Läufe in dieser Saison hinter sich, da wird bereits wieder über die Cockpit-Besetzungen des nächsten Jahres diskutiert. Das jüngste Gerücht, wonach Renault-Routinier Nico Hülkenberg den jungen Red Bull Racing-Piloten Pierre Gasly ersetzen soll, kam aus Italien – und wurde umgehend dementiert.

Gasly, der in diesem Jahr seine erste Formel-1-Saison mit dem Red Bull Racing Team bestreitet, erklärte etwa trocken: «Ich möchte keine Zeit für solchen Blödsinn verschwenden. Ich habe Wichtigeres, worauf ich mich konzentrieren will, wie etwa meinen Job, meine Familie und meine Freunde. Für mich ist das einfach nur schlechter Journalismus, den ich nicht weiter kommentieren möchte.»

Auch Hülkenberg stellte in seiner Medienrunde klar: «Ich glaube, das Gerücht kam aus Italien und ist erfunden. Im Grunde ist das fake News.» Der Emmericher erklärte aber auch lachend, dass es seinem Ego durchaus geschmeichelt habe, mit einem Top-Team in Verbindung gebracht zu werden. «Nein, im Ernst, es spielt nicht wirklich eine Rolle für mich, mein Selbstvertrauen ist auch ohne das Ganze gut.»

Fakt ist, dass Gasly bisher noch nicht wirklich in Fahrt gekommen ist. Gegen seinen starken Teamkollegen schneidet er entsprechend schlecht ab: Während Verstappen bereits zwei Mal als Dritter aufs Podest durfte und die übrigen vier Rennen jeweils als Vierter beenden konnte, gab es für den 23-Jährigen aus Rouen in den ersten sechs Rennen nur vier Mal Punkte, wobei der fünfte Platz beim jüngsten Kräftemessen in Monaco sein bisher bestes Resultat in dieser Saison darstellt.

Das reicht natürlich nicht, um den strengen Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko zu überzeugen, wie Gasly selbst weiss. Zumal mit den beiden Toro Rosso-Piloten Daniil Kvyat und Alex Albon zwei weitere Red Bull-Athleten vor der Tür stehen, die derzeit gut in Form sind. Dennoch betonte der aktuelle Red Bull Racing-Pilot, dass es noch keine Dicke Luft gibt.

Mit Blick auf die Zusammenarbeit mit dem Grazer erklärte Gasly: «Es läuft sehr gut, er unterstützt mich sehr und weiss genau, was alles im Team läuft.» Und der aktuelle WM-Sechste fügte an: «Ich habe immer noch das Gefühl, dass ich noch weit davon entfernt bin, mein Potenzial voll auszuschöpfen. Aber ich sehe und spüre, wie es mit jedem Rennen besser läuft.»

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