Shakedown in Sepang, Tag 2: Pramac-Yamaha legt mit Jack Miller nach
Nach einem langen Luftholen in der Hitze von Sepang rückten im Finale des zweiten Shakedown-Tags noch einmal viele Piloten aus. Stammpilot Jack Miller flog spät an den Honda- und KTM-Testern vorbei.
Es war die berühmte Ruhe vor dem Sturm. Fast zwei Stunden lang herrschte über dem Sepang International Circuit Stille. Nur vereinzelt unterbrach trotz fabelhafter Bedingungen und konstant 30 Grad Lufttemperatur ein MotoGP-Pilot die Ruhe. Doch der Sturm blieb lange aus. Die wesentliche Testarbeit hatten die Piloten aller Werke zwischen 10 und 13 Uhr erledigt.
Erst in den letzten zwei Stunden des zweiten Tags wurde es noch einmal lebendiger. Das galt insbesondere für die Yamaha-Piloten. Am fleißigsten war wie schon am Donnerstag Cheftester Augusto Fernandez. Der 28-jährige Spanier bewegt zwei Varianten der V4-M1 und verbesserte sich im Vergleich zum Vortag auch bei den Rundenzeiten. Die Uhr blieb für Fernandez bei 1:59,3 min stehen.
Dass die Werksfahrer aus anderem Holz geschnitzt sind, zeigten Fabio Quartararo, Alex Rins und Jack Miller. Alle drei saßen am heutigen Freitag erstmals wieder auf der V4, kamen aber sofort auf flotte Zeiten: Mit einer 1:58,4 (Quartararo) und 1:58,6 (Rins) fuhren beide Routiniers auf der Zeitenliste an Pramac-Rookie Razgatlioglu vorbei. Der Türke zeigte dennoch erneut viel Ausdauer und hohe Konzentration – Toprak überstand auch Tag 2 in Sepang ohne Ausrutscher.
Was Ducati-Tester Michele nicht gelang. Pirro, erneut mit mehreren GP26 unterwegs, verbremste sich am Ende der Gegengeraden, rodelte mit der rot-weißen Ducati durch den Kies und verschwand danach lange Zeit in der Box der Werksmannschaft. Langsam war der Ducati-Testfahrer allerdings nicht. Die Nummer 51 verbesserte sich deutlich und beendete Tag 2 mit einer respektablen Zeit von 1:59,1 min.
Bemerkenswert war der erneute Aprilia-Vertreter Lorenzo Savadori, der sowohl auf der offiziellen RS-GP als auch auf den Bikes im Trackhouse-Design Kilometer abspulte. Der Italiener profitiert ebenfalls von den konstanten Rahmenbedingungen Savadori kam nun ebenfalls unter zwei Minuten.
An der Spitze änderte erstmal nichts. Pol Espargaro vor Aleix Espargaro, KTM vor Yamaha. Beide Tester waren auch am Nachmittag im Einsatz, im Schnitt blieben sie aber deutlich hinter den Bestzeiten vom späten Vormittag. Die Rundenzeit von Pol Espargaró bleibt erstaunlich. Trotz Shakedown-Betrieb ist der Spanier nur fünf Zehntel langsamer als Pedro Acosta beim Q2 zum letzten Malaysia-GP im November 2025.
Am nächsten kam dem Brüderpaar auf unterschiedlichen Motorrädern Yamaha-Stammpilot zunächst Fabio Quartararo. In seiner letzten Session drückte er seine Zeit auf eine niedrige 1:58 min. Noch schneller war dann ein anderer Pilot mit der V4-Yamaha. Pramac-Stammpilot Jack Miller nutzte die letzte Stunde am Freitag für einen Angriff auf die Bestzeit. Mit Erfolg: Der Aussie ist mit einer 1:57,908 min vor dem dritten und letzten Shakedown-Tag die Referenz.
Unauffällig fuhr an Tag 2 Diogo Moreira. Der Brasilianer drehte am Nachmittag nur wenige Runde. Mit einer 1:59,9 verlor der Moto2-Champ und LCR-Rookie fast zwei Sekunden auf Honda-Tester Aleix Espargaro.
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1
Jack Miller (AUS)
Yamaha
1:57,908 min
2
Pol Espargaro (E)
KTM
+0,025 sec
3
Aleix Espargaro (E)
Honda
+0,158
4
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,227
5
Alex Rins (E)
Yamaha
+0,749
6
Dani Pedrosa (E)
KTM
+0,761
7
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+0,897
8
Michele Pirro (I)
Ducati
+1,247
9
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+1,443
10
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,743
11
Diogo Moreira (BR)
Honda
+2,022
12
Mika Kallio (FIN)
KTM
+6,468
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