Lewis Hamilton: Nur noch eine Mercedes-Strecke

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel und Lewis Hamilton

Sebastian Vettel und Lewis Hamilton

​Wir haben noch fünf WM-Läufe zu fahren: Japan, Mexiko, USA, Brasilien und Abu Dhabi. WM-Leader Lewis Hamilton befürchtet, dass Mercedes nur noch auf einer Strecke klar zu favorisieren ist.

Der Traum der Tifosi war nicht abwegig: Die Siege von Ferrari in Spa-Francorchamps und Monza waren aufgrund der Pistencharakteristik zu erwarten. Aber dass Ferrari auch in Singapur und Sotschi so bärenstark sein würde, das hat alle verblüfft. Damit dürfte endgültig klar sein – Ferrari kann nun endlich auf jeder Art von Rennstrecke gewinnen, und damit wurde sogar möglich, dass Ferrari nach der Sommerpause alle Rennen gewinnt. Mit der Niederlage von Sotschi hat sich das erledigt.

Aber Mercedes-Teamchef Toto Wolff stellt besorgt fest: «Es ist unsere Aufgabe, hier die richtige Balance zu finden aus mehr Leistung, dem richtigen Verhältnis zwischen Power und Luftwiderstand, nicht zu vergessen das Reifenverständnis. Es ist immer eine Kombination von Faktoren. Wir hatten früher schon die Situation, dass Ferrari stark war. Aber nun fahren sie mit ihrer tollen Top-Speed alles in Grund und Boden. Das kannst du auf dem restlichen Teil der Strecke fast nicht gutmachen.»

Es stehen noch fünf GP-Wochenenden aus – in Suzuka (Japan), Mexiko-Stadt, Austin (Texas/USA), São Paulo (Brasilien) sowie Abu Dhabi. Im Fahrerlager des Autodroms von Sotschi ist WM-Leader Lewis Hamilton darauf angesprochen worden, auf welchen Pisten er die Silberpfeile in der Favoritenrolle sehe. Die Antwort fällt für alle Mercedes-Fans eher ernüchternd aus.

«Von den restlichen fünf Strecken passt am besten noch der Circuit of the Americas in Austin zu uns», meint der 82fache GP-Sieger. «Auf den anderen Strecken haben wir recht lange Geraden. Mexiko etwa wird für uns überaus schwierig. Da können wir in den Kurven kaum aufholen, was wir auf den Geraden verlieren.»

«In Brasilien haben wir ebenfalls eine lange Vollgaspassage, aber vielleicht ist das auf dem restlichen Teil der Bahn wettzumachen. Und normalerweise sind wir nicht so schlecht, wenn das Wetter heiss ist. Aber sonst sehe ich für uns wenig Möglichkeiten.»

Hamilton gibt Toto Wolff Recht, wenn er sagt: «Wir müssen es in den Abschlusstrainings schaffen, die bestmögliche Ausgangslage zu erringen. Um unseren Renn-Speed mache ich mir weniger Sorgen, aber oft ist halt die Position auf der Bahn entscheidend.»

Ein Beispiel gibt dem Briten Recht: Charles Leclerc hatte in Sotschi gewiss ein schnelleres Auto als Hamilton und Valtteri Bottas, aber der Monegasse kam zum Schluss des Rennens nicht am Finnen vorbei, ganz zu schweigen von einem Angriff auf Leader Hamilton.

Die Aussagen von Lewis Hamilton haben jedoch auch System: Es nimmt Druck vom Kessel, die Favoritenrolle Anderen zuzuschieben. Umgekehrt erhöht das den Druck auf den Gegner. So sagt Hamilton: «Ich sehe uns also nicht weitgehend als Favoriten. In Japan wird es ganz schwierig, Ferrari zu schlagen. Aber unmöglich ist es nicht, wie wir bewiesen haben.»

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