Vettel: Schumacher nicht automatisch meine Vorgabe

Von Andreas Reiners
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Manchmal wiederholt sich Geschichte. Viele Formel-1-Fans werden sich gewünscht haben, dass dies bei Ferrari und Sebastian Vettel auch der Fall sein wird.

Denn Michael Schumacher hatte während seiner Karriere in Maranello erst im fünften Jahr den WM-Titel geholt. 2019 ist auch Vettel in seinem fünften Jahr bei den Roten – doch er wird auch in diesem Jahr leer ausgehen. Sprich: ohne Titel bleiben.

Er hat diesen Vergleich selbst allerdings nie gezogen. «Für so etwas gibt es keine Referenz, auch wenn man Michael immer heranzieht. Es ist nicht so, dass ich eine Blaupause habe, wie man als Deutscher Weltmeister mit Ferrari wird. So was gibt es nicht», sagte er der Sport Bild.

Außerdem könne man die Zeiten einfach nicht vergleichen, so Vettel: «Was damals funktionierte, muss heute nicht mehr gut sein. Diesen Vergleich ziehe ich auch nicht. Was Michael erreicht hat, ist nicht automatisch meine Vorgabe.»

Nach 16 von 21 Rennen ist er mit 194 Punkten WM-Fünfter, 128 Zähler hinter dem Führenden Lewis Hamilton. Wie würde er sich selbst benoten?

«Stand heute wäre es wahrscheinlich tendenziell eine 2-. Ich denke, insgesamt war es in Ordnung», so Vettel.

Der Deutsche weiter: «Für mich ist wichtig, dass ich verstehe, was in dieser Saison passiert ist. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist – nicht nur im Sport – weiß man immer, ob man alles gegeben hat, oder ob man noch etwas hätte besser machen können. Nicht nur während eines Rennens, sondern auch davor oder danach.»

Dass er viel Kritik von außen abbekam stört ihn nicht. «Mit der Kritik von außen habe ich kein Problem. Die Frage ist immer, ob sie gerechtfertigt ist. Dass sich die Leute eine Meinung bilden, stört mich nicht. Ich muss nur nicht immer der gleichen Meinung sein.»

Interessant: Seinem Teamkollegen Cahrles Leclerc würde er «eine 1-» geben: «Er hatte andere Voraussetzungen als ich, fährt erst sein zweites Jahr Formel 1. Ich glaube, für ihn ist es ein Stück weit besser gelaufen als für mich. Außerdem schaue ich auf seine Leistungen ja von außen, meine kann ich nur aus der Perspektive von innen sehen.»

Und welche Note bekommt Ferrari? «Eine 2. Weil ich sehe, wie viel in der Fabrik gearbeitet wird. Was das Team dort und vor Ort an der Rennstrecke leistet.»


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