Mini-GP 2020: Le Castellet, Francorchamps, Sotschi

Von Adam Cooper
Formel 1
Erleben wir 2020 in Sotschi einen Mini-GP?

Erleben wir 2020 in Sotschi einen Mini-GP?

​In Suzuka ist durchgesickert, bei welchen Rennen die Formel 1 in der kommenden Saison mit Qualifikationsrennen experimentieren will: In Le Castellet (Frankreich), Spa-Francorchamps (Belgien) und Sotschi (Russland).

Formel-1-Sportchef Ross Brawn will an seinem Plan festhalten: In der Saison 2020 soll an drei Wochenenden mit dem Wochenend-Ablauf experimentiert werden. Der frühere Technik- und Teamchef von Benetton, Ferrari, BrawnGP und Mercedes will Mini-GP einführen. Bei Rennen, die sich in den vergangenen Jahren als spannungsarm erwiesen haben, soll am Samstag ein Sprintrennen über 100 Kilometer stattfinden, das entspricht einem Drittel der normalen Renndistanz. Die Aufstellung für den Mini-GP würde nach umgekehrtem WM-Stand erfolgen. Das Ergebnis aus dem Mini-GP ergäbe dann die Aufstellung für Sonntag. Die Denke von Ross Brawn: Ein WM-Leader Hamilton würde es im Mini-GP kaum bis an die Spitze schaffen, also müssten er und andere Spitzenfahrer sich am Sonntag weiter vorkämpfen. Das alles erzeugt Action.

Ferrari-Star Sebastian Vettel hat diese Pläne mit dem Etikett «Bullshit» versehen, der Grazer Red-Bull-Rennberater Dr. Helmut Marko bezeichnete sich bei ServusTV als «absurd. Wenn das auf Strecken wie Monte Carlo, Singapur oder Barcelona gemacht wird, auf Strecken, wo der Überholen ganz schwierig oder gar unmöglich ist, dann brauchst du die Reihe gar nicht umzudrehen, weil sich ohnehin nichts ändern wird.»

Brawn hat aber andere Pisten im Auge, wie in Suzuka nach einer Sitzung von FIA, FOM (Formula One Management) und den Team-Managern durchgesickert ist: Er will experimentieren in Le Castellet (Frankreich), Spa-Francorchamps (Belgien) und Sotschi (Russland).

Die Fahrer hätten bei diesem Sprintrennen vom Samstag-Nachmittag freie Reifenwahl, es gäbe keine Pflichtstopps wie in der Formel 2.

Die grösse Hürde für Ross Brawn: Um das Sportreglement für die kommende Saison zu ändern, müssen alle zehn Rennställe zusagen. Es gibt jedoch Widerstand. Für die Umsetzung von Brawns Plänen für 2021 braucht es hingegen keine einstimmige Zusage der GP-Teams, die kurzen Rennen müssten lediglich bis April 2020 im Reglement verankert werden.

Am Freitag gab es in Suzuka eine zweite Sitzung, dieses Mal mit den Rennstrategen der Rennställe. Sie legten Berechnungen vor, wie sich solche Mini-GP abwickeln und welchen Einfluss sie auf das Geschehen der Hauptrennen haben könnten. Die kraftvollste Erkenntnis der Strategen: Spitzenpiloten hätten es schwieriger als von der FOM errechnet, wieder an die Spitze zu gelangen.

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