Sebastian Vettel: Grund für Aufhängungsbruch gefunden

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel in Schwierigkeiten

Sebastian Vettel in Schwierigkeiten

​Wie konnte es passieren, dass am Ferrari von Sebastian Vettel im USA-GP auf dem Circuit of the Americas die Aufhängung brach? Sebastian Vettel glaubt, dass die Italiener den Grund gefunden haben.

Der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel zog nach dem Grand Prix der USA in Austin (Texas) diese Bilanz: «Eigentlich habe ich am Rennen gar nicht teilgenommen.» Der Heppenheimer sagte dies aus zwei Gründen – erstens fiel er wegen Reifenproblemen nach dem Start hilflos zurück, zweitens knackte die Radaufhängung. Der deutsche GP-Star und seine Ingenieure waren in Amerika baff und konnten sich das nicht erklären. Vettel stellte die Frage, die auch die Journalisten gerne beantwortet gehabt hätten: «Wie konnte das nur passieren?»

Es war ein Tag zum Vergessen für Vettel und Ferrari. Von Startplatz 2 losgefahren, wurde der vierfache Weltmeister durchgereicht, als wäre er ein blutiger Anfänger – seine mittelharten Reifen kamen nicht auf Temperatur, der Heppenheimer war Freiwild. Schon am Ende der ersten Runde fand sich der Ferrari-Pilot auf dem sechsten Rang wieder, bevor ihn auch Daniel Ricciardo überholte. Vettel meldete sich über Funk: «Mein Auto muss beschädigt sein, aber ich habe niemanden berührt. Verstappen ist dem Valtteri ins Auto gefahren in der ersten Kurve, ich aber konnte mich aus allem heraushalten.»

In der schnellen Kombination der Kurven 8 und 9 knackte dann die rechte Hinterradaufhängung am Wagen von Vettel, aus Kurve 9 heraus, Sebastian fing den schlingernden Renner meisterhaft ab.

Vettel danach: «Das Fahrgefühl war von Anfang an seltsam, die Reifen kamen nicht auf Temperatur, ich musste einige Gegner durchlassen. Ich versuchte, einen halbwegs normalen Rhythmus zu finden, aber noch immer lag der Wagen übel, vor allem in Rechtskurven, das war nicht mehr mein Ferrari, wie ich ihn aus dem Training kannte. Daran musste ich mich erst gewöhnen, aber dann brach die Aufhängung und das war’s dann. Aber da muss es vorher schon einen Schaden gegeben haben.»

«Was seltsam ist: Wir sind an diesem Wochenende reichlich zum Fahren gekommen, und nie gab es einen Anlass, so einen Schaden zu befürchten. Ich bin jedenfalls im Rennen nicht anders gefahren als im Training. Ich habe auch in jener Kurvenpassage nichts Anderes getan als sonst.»

War Vettel ein Opfer der welligen Strecke geworden? Sebastian in Texas: «So kann man das nicht sagen, denn ich wusste ja, wo die ganzen Buckel und Wellen sind, und ich habe wie gesagt nichts anders gemacht als vorher.»

Inzwischen ist die Schaden-Analyse bei Ferrari abgeschlossen. Sebastian in Interlagos: «Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist die Aufhängung durch eine Überbelastung auf den Bodenwellen und Randsteinen gebrochen. So wie es aussieht, waren wir in Texas schon das ganze Wochenende an der Belastungsgrenze, aber wir hatten vor dem Schaden einfach Glück, dass nicht früher bereits etwas kaputtging. Im Grand Prix dann gab es wohl eine Belastungsspitze, welche zum Bruch führte.»

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