Mattia Binotto (Ferrari): «Wir haben es vermasselt»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari machte im Qualifying zum Abu-Dhabi-GP keine gute Figur. Die Italiener schickten Charles Leclerc zum Schluss zu spät los, sodass der Monegasse die letzte Zeitenjagd verpasste.

Die roten Renner von Charles Leclerc und Sebastian Vettel werden in der Startaufstellung zum letzten Saisonlauf in Abu Dhabi zwar in der zweiten Startreihe stehen, dennoch verlief das Abschlusstraining auf dem Wüstenkurs von Yas Marina ganz anders als geplant. Zunächst sorgte Sebastian Vettel mit seinem Dreher bei seiner ersten Ausfahrt für Aufregung, dann durfte sich Charles Leclerc ärgern, weil er seinen letzten schnellen Versuch um wenige Augenblicke verpasste.

«Ich schaffe es nicht mehr rechtzeitig über die Ziellinie, Vettel bremst mich ein», funkte der Monegasse verzweifelt, doch auch sein Vordermann und Teamkollege hatte keine Wahl, denn vor ihm war ein Red Bull Racing-Renner unterwegs. Der Deutsche, der seine letzte schnelle Runde gerade noch rechtzeitig in Angriff nehmen konnte, schaffte es aber auch nicht mehr, sich weiter zu verbessern.

Für Leclerc, der damit der Viertschnellste im Feld blieb, war das natürlich kein Trost. Später erklärte der Monegasse etwas diplomatischer, dass er keine Ahnung hatte, was vorne los war und was letztlich dazu geführt habe, dass er zu spät dran war. Und der 22-Jährige bemerkte kämpferisch, dass er nun beim Start Risiken werde eingehen müssen.

Teamchef Mattia Binotto erklärte im Sky Sports F1-Interview unumwunden: «Wir wussten schon vor dem Start zum Qualifying, dass wir heute nicht allzu konkurrenzfähig sein würden, speziell im letzten Sektor haben wir viel Zeit verloren. Deshalb haben wir beim letzten Versuch nichts unversucht gelassen, wir mussten einige Risiken auf uns nehmen.»

«Uns war klar, dass es sehr, sehr knapp werden würde, aber wir haben uns bewusst dazu entschieden, im allerletzten Moment auf die Piste zu gehen. Allerdings haben wir uns da etwas verschätzt beim Timing, das war etwas zu knapp bemessen. Es ging nicht auf, wir haben es vermasselt», fügte der Italiener selbstkritisch an.

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