Silverstone-GP im Fernsehen: Schnapsidee verworfen

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Vor Wochen geisterte durchs Internet, auf gewissen Rennstrecken würde entgegen der normalen Fahrtrichtung gefahren, um die WM interessanter zu machen. Aber diese Schnapsidee wurde früh verworfen.

Als klar war, dass wir eine verkürzte GP-Saison erleben würden, kamen die wildesten Vorschläge auf den Tisch: Quali-Rennen statt eines normalen Abschlusstrainings, verkürzte Rennwochenenden, kühne Reifenmischungs-Auswahl, andere Startzeiten, verschiedene Pistenvarianten, einschliesslich – kein verspäteter Aprilscherz – des Plans, gewisse Strecken entgegen der normalen Richtung befahren zu lassen.

Natürlich war das eine Schnapsidee. Denn die Sicherheitsexperten arbeiten seit Jahren Hand in Hand mit Piloten und Pistenbetreibern, um unseren Lieblingssport so sicher als möglich zu machen. Und dazu gehören Studien, wo genau und in welcher Grösse Sturzzonen angelegt werden müssen, asphaltiert oder mit Kiesbetten.

Auch die Platzierung der Randsteine ist natürlich von der Fahrtrichtung abhängig. Der Gedanke war abwegig, eine WM aufzupeppen, indem etwa in Silverstone auf einmal gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird. Silverstone-Geschäftsleiter Stuart Pringle sagte unseren Kollegen von Autosport: «Vielleicht hätte ich der Story früher den Saft abdrehen müssen, aber um ehrlich zu sein – die Spekulation hat Silverstone eine Weile in den Schlagzeilen gehalten, und dagegen lässt sich nichts einwenden. Doch unser Layout ist in aller Sorgfalt ausgelegt und kann nicht einfach auf den Kopf gestellt werden.»

Was ist mit verschiedenen Strecken-Layouts, so wie sie auch in Bahrain möglich sind? Stuart Pringle weiter: «Klar haben wir verschiedene Pistenvarianten, wie den so genannten International Circuit, der gut 3,6 Kilometer lang ist, oder den National Circuit mit 2,6 Kilometern. Aber der International Circuit bietet nur halb so viele Kurven, und die besten davon wären weg. Und beim nationalen Kurs würde den Fahrern wohl schwindelig, sie müssten so viele Runden drehen! Ganz abgesehen davon, dass es eine Regel gibt, wonach ein GP-Kurs mindestens 3,5 Kilometer lang sein muss. Monaco besitzt hier eine Ausnahmebewilligung. Nein, auch eine andere Pistenvariante wurde nie in Betracht gezogen.»

Was am kommenden Wochenende auf dem wunderbaren, 5,891 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs alles auf uns zukommt, verfolgen Sie am besten dank unserer Übersicht.

Britischer Grand Prix 2020 im Fernsehen

Freitag, 31. Juli
9.55: Sky Sport 1 – GP Ungarn Wiederholung
11.55: Sky Sport 1 – Beginn Berichterstattung 1. Freies Training
12.00–13.30: 1. Freies Training
14.45: Sky Sport 1 – Pressekonferenz Teamchefs
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15.55: Sky Sport 1 – Beginn Berichterstattung 2. Freies Training
16.00–17.30: 2. Freies Training
19.00: Sky Sport 2 – 1. Freies Training Wiederholung
20.30: Sky Sport 2 – 2. Freies Training Wiederholung

Samstag, 1. August
0.00: Sky Sport 2 – 1. Freies Training Wiederholung
1.30: Sky Sport 2 – 2. Freies Training Wiederholung
7.20: Sky Sport 1 – 1. Freies Training Wiederholung
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12.00–13.00: 3. Freies Training
13.45: Sky Sport 1 – 3. Freies Training Wiederholung
14.00: RTL – Freies Training Highlights
14.45: ORF 1 – F1-News
14.45: RTL – Beginn Berichterstattung Qualifying
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15.00–16.00: Qualifying
16.15: Sky Sport 1 – Pressekonferenz
18.00: Sky Sport 1 – Qualifying Wiederholung

Sonntag, 2. August
2.30: Sky Sport 1 – Qualifying Wiederholung
8.40: Sky Sport 1 – Qualifying Wiederholung
13.05: ORF 1 – 70 Jahre Formel 1
14.00: ORF 1 – F1-News
14.00: RTL – Countdown zum Rennen
14.00: Sky Sport 1 – Vorberichte zum Rennen
14.35: ORF 1 – Vorberichte, gleich anschliessend Rennen
14.50: SRF2 – Vorberichte, gleich anschliessend Rennen
15.00: RTL – Beginn Berichterstattung zum GP Grossbritannien
15.05: Sky Sport 1 – Beginn Berichterstattung zum GP Grossbritannien
15.10: Rennstart
16.45: Sky Sport 1 – Analysen und Interviews
16.45: RTL – Siegerehrung und Highlights
16.50: ORF 1 – Analyse
17.15: Sky Sport 1 – Pressekonferenz
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