1. Training: Die Suche nach Grip

Von Guido Quirmbach
Formel 1
Erste Bestzeit des Jahres für den Weltmeister

Erste Bestzeit des Jahres für den Weltmeister

Hamilton macht endlich wieder sportliche Schlagzeilen und erzielt erste Bestzeit in Shanghai.

Durch die Bank hatten fast alle Teams bei 16° C Aussentemperatur im ersten freien Training des Grand Prix von China Reifenprobleme. Alle Verbremser und Ausrutscher des gesamten Feldes in den 90 Minuten aufzuzählen, würde aber den Rahmen des Internets sprengen.

Besonders Ferrari hatte enorme Probleme, die Vorderreifen zum Arbeiten zu bringen. Massa fiel mit den wildesten Schlangenlinien auf, er begann damit schon in der Boxengasse. Dennoch verfehlte er mehrfach übersteuernd die Ideallinie und sorgte auch für den ersten Dreher der Session. Die Ränge 11 und 15 sind für Raikkönen und Massa eher ein klassischer Fehlstart in das Shanghai-Wochenende.

Ein starkes Lebenszeichen gab es vom zuletzt auch durch eigene Schuld viel in die Negativ-Schlagzeilen geratenen Team von McLaren-Mercedes. Sowohl Hamilton als auch Kovalainen waren während dem grössten Teil der Session immer in den Top 5. McLaren setzte erstmals einen leicht veränderten Diffusor ein. Bereits rund 30 Minuten vor dem Ende fuhr der Weltmeister eine Zeit von 1:37.334min, was sogar die Bestzeit des ersten Trainings sein sollte.

Souverän wieder beide Brawn, von denen der Betrachter nie das Gefühl hatte, dass sie auch nur annähernd am Limit unterwegs gewesen sind. Button führte lange, bevor er noch von Hamilton abgefangen wurde, Barrichello wurde Dritter.

BMW-Sauber war wie meistens am Freitag weit hinten, ihre Zeit kommt bekanntlich erst, desto näher es dem Qualifying geht. Da wäre [*Person Adrian Sutil*] mit seinem jetzigen 14. Rang sicher sehr happy, aber es ist unwahrscheinlich, dass er die Position über das Wochenende behaupten kann. Mit 312 Km/h war der Force India-Pilot mit dem höchsten Topspeed auf der langen Geraden unterwegs. Stark auch beide Toro Rosso von Bourdais und Buemi mit den Positionen 10 bzw. 13.

Schlusslicht wieder einmal Nelson Piquet jr. Der Brasilianer war ebenfalls neben der Strecke, was die Teamleitung sicher nicht gerne gesehen hat, zumal Kollege Alonso in die Top 10 fuhr. Der Druck auf den Weltmeister-Sohn wird grösser und grösser…
 

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