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Lotus ist nicht Lotus – oder etwa doch?

Schwarz und Gold verpflichtet: Lotus will siegen – so wie in der Ära des legendären Rennstallgründers Colin Chapman.

Formel 1

Im Artikel erwähnt



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Schwarz hin, Gold her – natürlich hat das neue Lotus-Team nichts mit dem traditionsreichen Rennstall des legendären Colin Chapman zu tun. Aber der Brite mit dem schmalen Oberlippenbart, der jeweils seine Kappe unter die Räder des daherschiessenden Sieger-Lotus pfefferte, hätte seine Freude am Team aus Enstone gehabt.

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Die Briten wissen, wie man Weltmeister wird: In der Rennstall-Entwicklungskette Toleman-Benetton-Renault-Lotus gab es dank Michael Schumacher und Fernando Alonso je zwei Fahrer-WM-Titel zu feiern (1994 und 1995 sowie 2005 und 2006).

Im Dezember 2009 verkaufte Renault zunächst 75 Prozent der Teamanteile an die Luxemburger Investment-Gruppe "Genii Capital" von Gerard Lopez; später gingen auch die restlichen Anteile in den Besitz von Genii über.

Aus einer Verbindung mit dem Autohersteller Lotus erhielt das Team 2011 den klangvollen Namen. Doch zur vollen Blüte kam das Bündnis nicht: die Lotus-Gruppe geriet in finanzielle Schieflage. Genii verzichtete auf das versprochene Geld des Hauptsponsors – für die Zusage, den Namen Lotus bis 2017 nutzen zu dürfen.

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Dieses neue Lotus-Team in gewohnt eleganter Farbwahl will dort anknüpfen, wo Kimi Räikkönen die Saison beendet hat: als Favoritenschreck. Der Finne hat eine sagenhafte Saison 2012 hingelegt. Seine regelmässigen Spitzenplatzierungen (sieben Mal auf dem Siegerpodest, Triumph im Abu-Dhabi-GP, elf Mal unter den besten Fünf) reichten zu WM-Rang 3 – Respekt.

Hitzkopf Romain Grosjean schloss seine erste volle Saison als WM-Achter ab und als Buhmann obendrein: Etablierte Stars wie Fernando Alonso oder Mark Webber (in Belgien und Japan abgeräumt) äusserten sich in wenig druckreifen Worten über den stürmischen Genfer.

Natürlich hat der Mann mit den zwei Pässen (Frankreich und Schweiz) gravierende Fehler gemacht. Aber Teamchef Eric Boullier hält fest: "Man kann einen schnellen Fahrer ruhiger machen. Aber einen ruhigen nicht unbedingt schneller."

2013 soll alles besser werden: Auto, Strategie, Entwicklungsprogramm, Fahrer.

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Das Weltmeister-Gen, es ist in Enstone nicht verloren gegangen. Und der E21 wirkt durchdacht genug, damit wir uns zu sagen trauen: Die Top-Teams müssen Lotus auch 2013 im Auge behalten. Zumal die Lotus-Chefs ein Ass im Ärmel haben – im Vergleich beispielsweise zu Mercedes ist mehr Ruhe im Team.

Leider ist auch festzuhalten: Selbst ein erfolgreiches Team wie Lotus hat Geldsorgen – anders ist nicht zu erklären, wieso Besitzer Genii auf den Seitenkästen für sich selber wirbt.

Gerüchte halten sich, dass hier ein Produkt des US-Mischkonzern Honeywell stehen wird. Wann es hier zum Happy-End kommt, steht noch nicht fest.

Erste Bilder vom E21

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