Marussia: Wieso Bianchi und Chilton bleiben werden
Marussia-Teamchef John Booth ist mit seinem französisch-englischen Fahrerduo zufrieden und will auch 2014 mit ihnen fahren. Die Hintergründe aber liegen nicht im Talent.
Das Bild ist meist das Gleiche: Ferrari-Nachwuchsfahrer Jules Bianchi lässt seinen Marussia-Stallgefährten Max Chilton etwas älter aussehen als 21 Jahre. Marussia liegt, vor allem dank des Franzosen, in der Formel-1-WM vor dem Erzrivalen Caterham. Und das soll gemäss John Booth auch so bleiben. Der Marussia-Teamchef sagt: "Wir haben mit zwei jungen Piloten etwas gepokert, aber das hat sich ausbezahlt. Mir gefällt, wie wenig Fehler sie machen. Daher würde ich sie auch 2014 gerne im Team haben."
Booth hat das schön gesagt. Was er nicht gesagt hat: Marussia hat dank eines neuen Vertrags für Ferrari-Fahrer Bianchi einen satten Rabatt bei den Turbo-Motoren für 2014 erhalten. Und Chiltons Mitgift sichert das Überleben des Rennstalls.
Es wäre das erste Mal, dass der frühere Virgin-Racing-Rennstall mit den gleichen Piloten von einer Saison in die nächste geht. 2010 debütierte Virgin Racing mit Timo Glock und Lucas di Grassi. Glock fuhr dann 2011 und 2012 weiter, mit den Stallgefährten Jérôme d’Ambrosio (2011) und Charles Pic (2012). 2013 hätte eigentlich der Brasilianer Luiz Razia fahren sollen, doch dessen Sponsoren zahlten nicht. Also paarte das Team (seit 2012 als Marussia unterwegs) den jungen Engländer Max Chilton im letzten Moment mit Jules Bianchi.
John Booth weiss – Beständigkeit im Team kann nur eine gute Idee sein: Die Umstellung auf die neuen Antriebs-Einheiten ist schon turbulent genug.
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