Nico Hülkenberg: «Sauber braucht Bares!»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Nico Hülkenberg hofft auf ein Cockpit bei Lotus

Nico Hülkenberg hofft auf ein Cockpit bei Lotus

Nico Hülkenberg hofft, dass sein Team Konkurrent Toro Rosso in der Konstrukteurs-Wertung vielleicht noch überholen kann.

Nico Hülkenberg wurde über Wochen als heißer Kandidat für ein Cockpit bei Ferrari gehandelt. Daraus wurde nun nichts, die Scuderia hat Kimi Räikkönen als Nachfolger von Felipe Massa betätigt. Ob das nun bedeutet, dass der Emmericher das freiwerdende Cockpit bei Lotus übernimmt, oder doch Felipe Massa nach Enstone geht, weiß er noch nicht. «Schau’n mer mal. Ich hoffe auf ein schnelles Auto, aber die Entscheidung liegt nicht in meiner Hand», sagte Hülkenberg gegenüber der Abendzeitung.

Vor zwei Wochen feierte der 26-Jährige mit Platz 5 in Monza das zweitbeste Ergebnis seiner Formel-1-Karriere (nach Rang 4 in Belgien 2012). «Das war der Hammer! Da hat alles gepasst», erinnert er sich «Es gibt Rückenwind, wenn man alle Autos außer den Red Bulls und den Ferraris schlägt. Jetzt sind wir auch näher dran an Toro Rosso und können sie vielleicht in der Konstrukteurs-Wertung noch überholen. Das wäre gut fürs Team, dafür würden sie einen Bonus kassieren. Die brauchen Bares!»

Der Grand Prix von Italien sei aber auch in anderer Hinsicht etwas Besonders, sagte der Sauber-Pilot weiter. «Die Parabolica-Zielkurve jetzt in Monza war schon ein hartes Ding. Da fährt man mit 320 Stunden-Kilometer rein und muss 50 Meter vor der Kurve anbremsen. Man rauscht also mit 180, 190 durch. Da muss man die Backen zusammenkneifen.» Eine Mutprobe, die einen Formel-1-Fahrer jedoch auch reizt. «Da ist schon manchmal eine Hemmschwelle, aber ich persönlich nehme das als Kick, das hinzukriegen.»

Seine Familie hätte sich mittlerweile auch an seinen Beruf gewöhnt, sagte Nico Hülkenberg weiter. Sorgen mache sich keiner mehr um ihn. «In der Formel 1 sind sie relativ entspannt. Früher, als ich noch Go-Kart gefahren bin, war meine Mutter oft besorgt. Man sitzt ja offen drin, man ist nicht angeschnallt, da hat sie sich mehr Sorgen gemacht.» Auf die Frage, wer in der Familie Hülkenberg der beste Autofahrer sei, meinte er: «Ich natürlich! Aber mein Vater hat auch ein bisschen Talent, der fährt auch nicht schlecht.»

Ausgleich zum stressigen Leben während der Formel-1-Saison findet Nico Hülkenberg bei seiner Freundin Laura, seiner Familie und bei sportlichen Aktivitäten. «Der Job bringt mit sich, dass man unterwegs zuhause ist. Das ist der Formel-1-Zirkus. Aber man sieht viel, wie jetzt dann in Singapur beim nächsten Rennen. Das macht natürlich Spaß! Ich bin privat ein ganz normaler Mensch, der seinen Hobbys nachgeht. Wenn ich daheim am Bodensee bin, gehe ich raus und laufe in den Wald. Ich bin aber kein Marathon-Läufer, jogge meistens maximal eineinhalb Stunden. Ich schwimme auch gerne und spiele Tennis.»

Tennis ist auch die Sportart, die er am Fernsehen mit verfolgt und einem der Spieler ganz besonders die Daumen hält. «Ich bin ein Nadal-Fan. Das ist ein Mega-Athlet und ein Riesen-Kämpfer. Der hängt sich immer mit Allem rein und gibt nie auf», sagt Nico. «Ich habe auch das US-Open-Finale gesehen. Ich bin nur leider mittendrin eingeschlafen, hatte noch etwas Schlafmangel vom Sonntag nach dem Rennen», gab er zu. «Das ist vom anderen Stern, was sich Rafael Nadal und Novak Djokovic da gegeben haben. Zum Glück mit dem richtigen Sieger...»

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