Nach Lotus-Befehl an Kimi: Morddrohungen!

Von Oliver Runschke
Formel 1
Von 17 auf das Podium: Romain Grosjean

Von 17 auf das Podium: Romain Grosjean

Harsche Worte über Funk: Die Lotus-Teamkollegen Grosjean und Raikönen warfen sich Beinahe gegenseitig aus dem Rennen. Grosjean von Startplatz 17 auf das Podium!

Ein beinahe Crash und klare Worte über den Funk: Im Kampf um Platz drei beförderten sich die Lotus-Teamkollegen Romain Grosjean und Kimi Raikönen fast gegenseitig aus dem Rennen. Räikkönen war wie Grosjean auf einer Einstoppstrategie unterwegs, kämpfte aber seit dem Rennstart mit nachlassender Bremse, als Grosjean mit um zwei Sekunden schnelleren Rundenzeiten von hinten heraneilte. Der Finne blockte einen ersten Angriff von Grosjean. «Just get out of the fucking way» (Mach die verdammte Bahn frei), funkte Lotus-Ingenieur Alan Permane an den Finnen. Kimi war die Ruhe in Person: «Don´t shout at me!» (Brüll mich nicht an). 

Nach dem Rennen wollten die beiden Teamkollegen von der Meinungsverschiedenheit nicht mehr viel wissen: «Es ist ganz normal einem Teamkollegen Platz machen, aber in einer schnellen Kurve geht das nun mal nicht», spielte Räikkönnen den Vorfall herunter. Grosjean, dessen grandiose Fahrt von Startplatz 17 auf dem Podium endete, hatte nach Platz drei Nachsicht mit seinem unkooperativen Teamkollegen. «Kimi war in einer schwierigen Situation und ich wollte ihn auf der Aussenseite überholen. Dort konnte er mich nicht sehen. Ich habe etwas Zeit verloren, aber das war nicht ausschlaggebend.»

Angebliche «Fans» nehmen Permane den Funkspruch gegen Räikkönen allerdings übel, der Ingenieur erhielt Morddrohungen! Permane via Twitter: «Es sieht danach auf, dass ich einige Leute nach dem Funkspruch an Kimi gegen mich aufgebracht habe. Ich kann verstehen, dass so was bei Hardcore-Fans nicht gut ankommt, aber ich finde es sehr merkwürdig, das einige Idioten mir nun drohen, wegen dieser Geschichte meine Familie umbringen zu wollen.»

Das teaminterne Duell hat für beide Lotus-Piloten noch ein Nachspiel: «Unsere Fahrer können frei fahren, aber ich werde mit den beiden in Abu Dhabi sicherlich noch mal über das Manöver sprechen», so Lotus-Teamchef Eric Boullier.

Es war nicht der Tag von Räikkönen, der erst mit der Bremse, dann mit den Reifen kämpfte. «In den ersten 20 Runden hatte ich so gut wie keine Bremse, zum Ende hatte ich dann auch keine Reifenperformance mehr, sehr enttäuschend.» Nachdem Räikkönen kurz vor Ende drei Plätze in kurzer Folge verlor, stoppte der Finne zwei Runden vor Schluss für einen neuen Satz Medium-Pirellis und stempelte damit vor lauter Frust im vorletzten Umlauf noch die schnellste Rennrunde in den Asphalt, bevor er das Rennen als Siebter beendete.

Grosjean war mit seiner starken Aufholjagd einer der heimlichen Stars des Rennens. Und das, obwohl der Renault-V8 im Heck des Lotus nicht mehr gesund war. Boullier: «Wir hatten ein Problem mit dem Motor und mussten alle Systeme abschalten, um sicher zu stellen, dass Romain ins Ziel kommt.»

«Ich hätte keine Erdnuss auf einen Podiumsplatz gesetzt, denn selbst nach unseren Simulationen hätte ich bestenfalls Vierter werden können», so Grosjean.

Doch der Computer irrte. Nachdem die riskante Quali-Strategie von Lotus am Samstag ordentlich schief ging, zahlte sich das Risiko im Rennen mit Rang drei aus. Grosjean: «Heute war nicht der Tag, um auf Sicherheit zu setzen. Das hat sich ausgezahlt. Wir sind zurück auf dem Podium, haben Punkte geholt und gute Chancen in den noch ausstehenden Rennen.»

Der Funkverkehr zwischen Permane und Räikkönen:

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