Christian Horner: «Erfolg macht unbeliebt»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1

Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner sieht es gelassen, dass sein Team im Fahrerlager nicht so hoch angesehen wird wie die Traditionsteams der Formel 1.

«Das war ein fantastisches Jahr für das Team. Wir haben und ständig weiter verbessert, die Techniker wurden immer besser und auch Sebastian hat für sich die Latte höher gelegt. Das Level, das er in diesem Jahr erreicht hat, ist unglaublich. Das, was er erreicht hat, ist schon phänomenal», sagte Red Bull Racing-Teamchef Christan Horner am Montagabend bei «Sport und Talk aus dem Hangar 7» auf ServusTV.

Und so viel Erfolg bringt natürlich auch eine negative Seite zum Vorschein: Neid und teilweise Missgunst der Konkurrenz. «Wir bauen Autos und sind kein Getränkehersteller», war vor nicht allzu langer Zeit aus Italien zu hören. Despektierliche Aussagen, die das erfolgreichste Team der letzten Jahre aber nicht stören. «Die schnellste Art, sich unbeliebt zu machen, ist es, Erfolg zu haben», meinte Horner. «Das haben wir in den letzten Jahren auch erlebt. Es ist ein Geschäft, in dem es um Wettbewerb geht und da konzentriert man sich auf sich selbst. Was die anderen machen, kann man nicht steuern.»

Ein Geheimnis der Bullen, das zum Erfolg führe, sei das gesamte Team, betonte der Brite. Die gesamte Mannschaft sei äußerst motiviert, sowohl die an der Strecke als auch die Mitarbeiter in der Fabrik in Milton Keynes. «Die Motivation aufrecht zu erhalten ist nicht schwierig», erklärte der Brite. «Alle sind so entschlossen und wollen die Ergebnisse, die wir in den letzten Jahren eingefahren haben, auch in der Zukunft. So, wie sich das Team in den letzten Jahren entwickelt hat, ist es wie aus einem Guss. In den ersten Jahren war es kein Kollektiv, da gab es unterschiedliche Abteilungen. Jetzt sind alle 22 Abteilungen eine Gruppe, die ein Ziel vor Augen hat. Die Abteilungen arbeiten füreinander und das ist der größte Trumpf, den wir haben, die Menschen, die wir haben», lobte Horner die 600 Mitarbeiter. «Das, was man beim Grand Prix sieht, ist unser Schaufenster, die harte Arbeit, die in Milton Keynes passiert, die ist aber wichtig.»

Ein weiterer, großer Schlüsselfaktor ist aber auch Design-Genie Adrian Newey. Der 54-Jährige ist der einzige, der mit drei verschiedenen Teams bisher insgesamt 10 Fahrer- und 10 Konstrukteurstitel gewinnen konnte. Und auch bei Red Bull Racing ist der Brite mit dafür verantwortlich, dass der Konkurrenz graue Haare wachsen. Ist Newey der perfekte Designer? «Perfektion kann man im Motorsport nie erreichen. Man will sich immer weiter verbessern», winkt er ab und besonders der Beginn der Saison 2013 sei schwierig gewesen.

«Da ging es ein bisschen auf und ab und gegen Mitte der Saison waren wir in der WM zwar vorne, aber es war eine wacklige Führung. Wir haben dann aber weiter Gas gegeben und viele Neuerungen am Auto vorgenommen und das hat uns ziemlich viel Schwung gegeben.» Rückblickend könne man sagen, dass Red Bull Racing härter angegriffen hätte als nötig, gab Newey zu, «vielleicht haben wir damit auch schon Ressourcen vom Auto für nächstes Jahr weggenommen, aber damals hatten wir das Gefühl, wir müssten wirklich alles geben und jetzt ist es toll zu sehen, wie die Saison sich entwickelt hat.»

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