Nico Hülkenberg: Viel Spaß mit Fernando Alonso

Von Andreas Reiners
Formel 1
Wieder schnell: Nico Hülkenberg

Wieder schnell: Nico Hülkenberg

Mit seinem sechsten Platz in Austin war der Sauber-Pilot zufrieden. Wirklichen Gefallen fand der Emmericher aber an einem Zweikampf.

Es brach die letzte Runde beim Großen Preis der USA an, als Nico Hülkenberg noch einmal alles in die Waagschale warf. Der Emmericher setzte Fernando Alonso unter Druck, aktivierte sein KERS, nutzte DRS, ging kurz an ihm vorbei, doch der Spanier blieb letztendlich vor dem Sauber-Piloten.

Es waren nicht nur diese letzten Meter die nochmals verdeutlichten, in welch starker Form sich Hülkenberg seit Monaten befindet. Mit dem vierten Startplatz hatte er in Austin bereits ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt, Platz sechs im Rennen ist die nächste starke Bewerbung um ein Cockpit für die neue Saison.

«Das war wieder ein sehr solides Resultat. Ohne die defekte Bremsscheibe in Indien und die Durchfahrtsstrafe in Abu Dhabi wäre das nun die achte Platzierung in Serie in den Punkten gewesen. Das ist ziemlich eindrücklich», sagte Hülkenberg.

Für den Sauber-Mann war vor allem das Duell mit Alonso der persönliche Höhepunkt des Rennens. «Das Rennen war recht interessant, obwohl ich nicht allzu viel kämpfen musste, außer zum Schluss gegen Fernando (Alonso), was wirklich Spaß gemacht hat», so Hülkenberg, der ein wenig mit der Schlussphase haderte.

Nicht die gleiche Performance

Denn vor dem letzten verzweifelten Versuch, den Spanier zu überholen, hatte sich dieser den abbauenden Sauber von Hülkenberg geschnappt. «Unglücklicherweise hatten wir während der entscheidenden Phase des Rennens, so zehn bis 15 Runden vor Schluss, nicht die gleiche Performance wie Fernando, deshalb konnte er mich überholen», sagte Hülkenberg.

Insgesamt zog er ein positives Fazit des vorletzten Rennwochenendes der Saison. «Wir waren nur knapp hinter einigen starken Konkurrenten. Das war ein gutes Wochenende, das uns acht Punkte eingebracht hat», sagte Hülkenberg.

«Nur» acht Punkte, weil sein Teamkollege Esteban Gutiérrez als 14. nicht in die Punkte fuhr. Mit seiner Leistung konnte der Mexikaner trotzdem zufrieden sein. «Es war natürlich sehr schwierig, vom 20. Startplatz aus ins Rennen zu gehen. Wir mussten eine Menge Positionen gutmachen. Die erste Runde gelang mir sehr gut», sagte er.

Während des Safety-Car-Einsatzes in den ersten Runden ging der Sauber-Pilot an die Box und wechselte von den Medium auf die harten Reifen. «Als das Safety Car in Runde eins auf die Strecke kam, entschieden wir uns zu einer antizyklischen Strategie, indem ich sofort an die Boxen fuhr. Wir müssen analysieren, was das gebracht hat. Aber das eigentliche Problem war natürlich meine Strafe aus dem Qualifying, die alles so kompliziert machte», sagte Gutiérrez.

Teamchefin Monisha Kaltenborn zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Abschneiden. «Ein solides Ergebnis fürs Team, über das wir uns sehr freuen. Wir hatten mit beiden Autos während des Rennens keine Probleme, und die Mannschaft zeigte eine sehr gute Leistung», sagte die Schweizerin, kündigte aber auch eine ausführliche Analyse an.

«Nico fuhr erneut sehr stark, und wir werden genau analysieren, ob wir etwas anders hätten machen können, um noch einen Platz zu gewinnen. Bei Esteban haben wir uns aufgrund der Ausgangslage für eine ungewöhnliche Strategie entschieden, in der Hoffnung, dass er gegen Rennende noch ein paar Autos überholen kann. Das hat leider nicht geklappt. Aber wir können mit seiner Performance dennoch sehr zufrieden sein», sagte Kaltenborn.

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