Wenn das Verbot des Aufhängungssytems FRIC (front and rear interconnected) kommt, wird dann der Silberpfeil von Rosberg und Hamilton auf einen Schlag um eine halbe Sekunde langsamer?
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
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Die Formel 1 schiesst sich mit Kontroversen immer wieder selber in den Fuss. So mancher mag argumentieren, dass Ärger um die Technik eben zum Sport gehöre und die Formel 1 in den Schlagzeilen halte. Aber gleichzeitig haben solche Auseinandersetzungen viel Potenzial, weiteren Grand-Prix-Fans die Freude an der Formel 1 zu vergällen.
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Der drohende Ärger um das Aufhängungssystem FRIC (worum es geht, lesen Sie HIER) hat nicht nur McLaren überrascht (Hintergründe von Teamchef Eric Boullier lesen Sie HIER. Gespräche im Rahmen des Silverstone-Tests unter Ingenieuren zeigen: Die meisten Techniker sind davon überzeugt, dass eine Verbannung von FRIC den überlegenen Silberpfeilen am meisten schaden würde. Im Grunde verhält es sich wie damals mit dem angeblasenen Diffusor, dem aufsteigenden Ende des Unterbodens: Einige haben diesen Trick besser verstanden und daher auch in ein schnelleres Auto ummünzen können. Und genau diese Teams werden bei einem Verbot am härtesten bestraft.
Je nach Gesprächspartner in England wird klar: Der Vorteil eines tadellos arbeitenden FRIC ist nicht zu unterschätzen – wir reden hier von dreieinhalb bis fünf Zehntelsekunden pro Runde (abhängig vom Streckenlayout und der Rundenlänge).
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Wie würde sich ein Verbot von FRIC noch während der Saison auf die Autos auswirken?
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Generell führt das hydraulische Ausgleichssystem nicht nur zu einer ausgewogen wirkenden Aerodynamik, sondern auch zu einem gleichmässigeren Aufheizen und erhöhtem Schonen der Pirelli-Reifen. Fällt FRIC weg, werden die Walzen härter rangenommen, möglicherweise wird dann aus einem Zweistopp-Rennen auf einmal ein Dreistopper. Ohne FRIC rollt der Wagen mehr in den Kurven (die Bewegung über die Längsachse), zudem nickt er beim Bremsen stärker ein geht, und die Nase geht eher hoch, wenn der Fahrer beschleunigt. Das alles stört den Aufbau von Abtrieb.
Ein Verbot noch während der Saison hätte nicht nur direkte Auswirkungen auf das Fahrverhalten des 2014er Autos, sondern auch auf das Design der 2015er Renner.
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