Villeneuve: «Rosberg wollte Hamilton nur schaden»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Lewis Hamilton wollte gar nicht hören, was Nico Rosberg noch zu sagen hatte

Lewis Hamilton wollte gar nicht hören, was Nico Rosberg noch zu sagen hatte

Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve glaubt, dass Nico Rosberg beim Grand Prix von Ungarn nur das Rennen seines Teamkollegen Lewis Hamilton «zerstören» wollte und deshalb um Teamorder bat.

Der «Krieg der Sterne» geht weiter und wird härter. Das jüngste jüngsten Kapitel schrieben Nico Rosberg und Lewis Hamilton beim Grand Prix von Ungarn, als Hamilton eine Teamanweisung ignorierte und Rosberg nicht passieren ließ.

Vor seinem letzten Boxenstopp war Nico Rosberg direkt hinter Hamilton, als das Team den Engländer, der nicht mehr stoppen musste, anwies, Rosberg vorbei zu lassen. So sollte Rosberg, der noch einen Boxenstopp vor sich hatte, aus seiner Strategie das Beste machen und das Rennen gewinnen können. Der Weltmeister von 2008 stellte sich aber taub und funkte schließlich nur zurück, «ich lass ihn passieren, wenn er nahe genug ist.»

Dazu kam es aber nie und am Ende stand Hamilton, der aus der Boxengasse gestartet war, als Dritter auf dem Podium und Rosberg, der von der Pole Position ins Rennen gegangen war, kam als Vierter ins Ziel. (Mehr dazu lesen Sie HIER.) Ein ehemaliger Weltmeister fand die Funksprüche des Deutschen und seine Beschwerden, dass Hamilton nicht Platz machte, völlig unangebracht.

«Es gab keinen Grund für diese Anweisung und sie machte auch keinen Sinn, denn es war offensichtlich, dass Hamilton zwei Sekunden verloren hätte, wenn er Nico vorbeigelassen hätte», sagte Jacques Villeneuve im Interview mit BBC Radio 5 live. «Es hätte auch Nico nicht geholfen zu gewinnen, denn seine Reifen waren schon ziemlich am Ende und zwei Runden später war er auch langsamer als Lewis. Deshalb hat sich Nico auch beschwert und hat gejammert, weil sein einziges Ziel war, Lewis' Rennen zu zerstören, nicht seine eigenen Chancen zu verbessern. Und es hat nicht geklappt.»

Rosberg hätte gewusst, dass seine Reifen nicht mehr lange durchhalten würden, sagte der Weltmeister von 1997 weiter. «Er wäre vor Lewis gekommen und hätte ihn dann aufgehalten und Lewis hätte so viele Punkte verloren. Es wäre etwas einfacher gewesen, noch um den Sieg mit zu kämpfen, aber Daniel Ricciardo war schneller. Er hätte wahrscheinlich Lewis geschlagen, aber das wäre auch schon alles gewesen.»

Trotz der Niederlage gegen seinen Teamkollegen führt Nico Rosberg die Fahrerwertung weiter mit elf Punkten Vorsprung auf Hamilton an, Villeneuve glaubt aber, dass das Drama von Budapest Hamilton neuen Schwung gegeben hat.

«Lewis ist jetzt daran gewöhnt zurück zu schlagen. Und er scheint besser zu reagieren, wenn etwas schief läuft, weil er daran gewöhnt ist», erklärte der 43-Jährige. «Vielleicht hören sie nun zumindest auf so zu tun, als ob sie die besten Freunde der Welt wären...»

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