Didi Mateschitz: «Trennung von Vettel ist richtig»

Von Gerhard Kuntschik
Formel 1
Dietrich Mateschitz mit Sebastian Vettel

Dietrich Mateschitz mit Sebastian Vettel

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz besuchte am Samstag zum dritten Mal in dieser Saison seine Formel-1-Team. Der Österreicher ist wegen Sebastian Vettels Weggang nicht verstimmt.

Herr Mateschitz, kam der Abgang Ihres vierfachen Weltmeisters Sebastian Vettel für Sie überraschend oder hatten Sie das erwartet?

Wir hatten seit einigen Wochen gespürt, dass bei Sebastian etwas im Busch ist. Manchmal ist es Zeit für Veränderungen. Sebastian war vier Mal Champion, er kam sehr jung zu uns. Jetzt ist es Zeit für uns, andere Junge an die Spitze zu führen. Wir wünschen Sebastian alles Gute. Die Trennung geschieht im Konsens und ist für beide Seiten das Richtige.

Wie wird sich die Zusammenarbeit in den letzten Wochen darstellen?

Vettel wird von allen Entwicklungen, die wir für das nächstjährige Auto schon jetzt unternehmen, ausgeschlossen. Das heisst aber keineswegs, dass er schlechteres Material als Ricciardo bekommt. Er wird also in den restlichen Rennen völlig gleich behandelt.

Wann endet Vettels Red-Bull-Zeit? Sonntagabend in Abu Dhabi oder zum Jahresende?

Fünf Tage nach dem letzten Rennen ist er frei. (Das ist der 28. November, Red.)

War die Entscheidung für Daniil Kvyat als Nachfolger klar oder wurde da länger überlegt?

Die Qualifikation in Sotschi mit dem tollen fünften Platz von Daniil war eine Bestätigung für die Richtigkeit der Entscheidung. Immerhin war er dabei bester Red-Bull-Pilot. Seine erste Formel-1-Saison bei Toro Rosso war von überzeugenden Leistungen geprägt: Er hat eine gute Beherrschung des Autos, war schnell, konnte überholen, kurzum, er zeigte, dass er eines der grössten Talente ist. Nächstes Jahr ist er mit einem der Besten, die es gibt, im Team, mit Daniel Ricciardo. Wir haben eine neue Generation. Damit wird unsere Linie der Förderung des eigenen Nachwuchses konsequent fortgesetzt, so lange die Jungen ihre Leistung bringen.

Können Sie die Kritik verstehen, dass die Wahl des erst 17jährigen Max Verstappen für Toro Rosso zu viel Risiko bedeute?

Ich sehe das so: Alle waren hinter Verstappen her, dann hat er sich für uns entschieden, und jetzt sind die, die ihn nicht bekommen haben, kritisch.

Der zweite Toro-Rosso-Fahrer für nächste Saison wird aus dem eigenen Kader kommen. Ergibt sich doch eine Chance für Jean-Eric Vergne, doch noch zu bleiben?

Einen erfahrenen Piloten neben einem ganz jungen Fahrer zu haben, das ist durchaus ein Argument.

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