Jenson Button: Das Ende der F1-Karriere rückt näher

Von Andreas Reiners
Formel 1
Jenson Button: Kommt der Abschied?

Jenson Button: Kommt der Abschied?

Was passiert mit Jenson Button? Diese Frage stellt sich nicht nur der Brite selbst. Beantworten kann oder will er sie derzeit nicht. Zumindest nicht direkt.

Nach der immer wahrscheinlicher werdenden Verpflichtung von Fernando Alonso deutet sich aber ein Abschied Buttons von McLaren an. Denn wie es heißt, will Teamchef Eric Boullier lieber eine Fahrerpaarung mit einem Routinier und einem Youngster, als zwei alte Hasen.

Damit wäre für den 34-Jährigen kein Platz mehr bei dem Traditionsrennstall, für den er seit 2010 fährt. Button hielt sich bedeckt, was seine Zukunft angeht. «Ich kann nicht mehr sagen. Was immer passiert, passiert. Ich weiß nicht, wo ich sein werde. Was immer ich nächstes Jahr machen werde, wird eine Herausforderung und aufregend sein. Ich freue mich darauf», sagte der Weltmeister von 2009.

Doch zwischen den Zeilen hörte sich das schon deutlicher an. Da es die Gerüchte um McLaren und Alonso seit Monaten gibt, hat sich Button auch so seine Gedanken gemacht. «Man denkt über andere Möglichkeiten nach. Formel 1 oder auch andere Serien. Motorsport hat so viel zu bieten, so viele Herausforderungen, die man annehmen kann», so Button. Vielleicht werde er sogar den WM-Titel im Triathlon angehen, so Button.

Ja, er ließ schon so ziemlich durchblicken, dass er mit der Formel 1 abgeschlossen hat. Oder ihn ein Abschied zumindest nicht mehr groß überraschen würde. «Manchmal öffnet man seine Augen nicht für diese Dinge, bis das Ende deiner Formel-1-Karriere nahe sein könnte. Manchmal braucht man dann jemanden, der einem die Augen öffnet für andere Möglichkeiten. Das habe ich getan», sagte er, und schob schnell hinterher. «Was nicht heißt, dass ich nächstes Jahr hier nicht mehr fahre.»

Aber hinzukommt, dass er klarstellt, dass er in der Formel 1 fahre, um Rennen zu gewinnen und um Titel zu kämpfen. Das Problem: Die Cockpits bei den siegfähigen Teams sind nicht mehr frei, sollte er bei McLaren gehen müssen. «Es ist wie es ist. Bin ich enttäuscht? Nein. Ich bin enttäuscht, dass ich kein siegfähiges Auto habe. Ich bin hier um gewinnen. Ich hatte so viele harte Zeiten und habe für die Teams, für die ich gefahren bin, so viel gegeben. Ich wurde Weltmeister und habe Rennen für McLaren gewonnen. Die letzten beiden Jahre waren hart», sagte Button.

So oder so: Ein verbales Nachtreten wird man von dem Briten nicht hören. Auf die Frage, ob er denke, dass McLaren ihm zu wenig Respekt entgegenbringe, entgegnete er: «Das werde ich nicht beantworten. Das ist eine unfaire Frage.»

Fair ist es allerdings auch nicht, wie Button im Moment aufs Abstellgleis geschoben wird. Doch was ist in der Motorsport-Königsklasse schon fair? Keiner weiß das wohl besser als Button nach 264 Rennen und 15 Siegen.

Doch als er nach der theoretischen Möglichkeit gefragt wird, ob er denn bleiben würde, wenn McLaren ihn doch noch fragen würde, muss er sehr lange nachdenken. Die Antwort lässt tief blicken: «Das weiß ich nicht.»

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