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1. Training Abu Dhabi: WM-Leader Lewis Hamilton vorn

Neue Gesichter und Teile sowie zwei Williams, die auf der Piste Auflösungserscheinungen zeigten: Das erste Training in Abu Dhabi war nicht nur wegen des WM-Duells von Nico Rosberg und Lewis Hamilton spannend.

Formel 1

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Die wenigen Zuschauer, die den Weg zum Yas Marina Circuit in Abu Dhabi auf sich genommen hatten, bekamen zum ersten freien Formel-1-Training gleich mehrere neue Gesichter zu sehen: Lotus liess den Formel-3-Champion Esteban Ocon ans Steuer von Romain Grosjeans Dienstwagen, während Sauber den Chinesen Adderly Fong im Renner von Adrian Sutil auf die Strecke schickte. Zudem hatte das insolvente Caterham-Team den Briten Will Stevens als Ersatz für Marcus Ericsson verpflichtet.

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Der 23-Jährige, der in den vergangenen drei Jahren in der 3.5-Liter-Klasse der Renault World Series unterwegs war, darf das ganze Rennwochenende im grünen Renner bestreiten. Im Training kam er nicht weit: Schon nach der ersten Installationsrunde musste der Neuling die Box ansteuern, weil sein V6-Motor Probleme bereitete. "Das ist sehr ungewöhnlich, offenbar lag die Drehzahl über dem Maximum von 15000 Umdrehungen", wunderte sich Ex-GP-Pilot und Sky Sports F1-Experte Anthony Davidson, der sich kurz vor dem Abu Dhabi-Einsatz den WM-Titel in der Langstrecken-WM gesichert hatte. Erst elf Minuten vor dem Trainingsende konnte Stevens seine erste gezeitete Runde drehen.

Weltmeister Sebastian Vettel neben der Strecke

Weil das erste Training noch bei Tageslicht und somit ganz anderen Temperaturen stattfand als das Dämmerungsrennen, nutzten viele Rennställe die Gelegenheit, um sich schon jetzt auf die nächste Saison vorzubereiten. Auch neue Teile kamen zum Einsatz: McLaren schickte Rookie Kevin Magnussen mit einem neuen Frontflügel auf die Strecke. Doch schon nach einer Installationsrunde wurde am Auto des Dänen wieder der alte Flügel montiert. Teamkollege Jenson Button beschwerte sich derweil über fehlende Haftung in der Boxengasse.

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Die Ersten, die eine gezeitete Runde drehen, waren Lotus-Pechvogel Pastor Maldonado und Fong, wobei der Chinese auch der erste Pilot im Feld war, der neben der Strecke unterwegs war. Er blieb aber nicht der Einzige: Auch Toro Rosso-Wackelkandidat Jean-Eric Vergne, Williams-Talent Valtteri Bottas, Force India-Pilot Sergio Pérez, Magnussen, Caterham-Fahrer Kamui Kobayashi, Toro Rosso-Rookie Daniil Kvyat, Sauber-Abschiedskandidat Esteban Gutiérrez und Weltmeister Sebastian Vettel fanden sich neben der Pistenbegrenzung wieder.

Kevin Magnussen: Scharmützel mit Sebastian Vettel

Während die Titel-Duellanten Lewis Hamilton und Nico Rosberg um die Spitzenposition der Zeitenliste kämpften und sich auf Platz 1 abwechselten, hatte das Williams-Duo mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Der Brasilianer Felipe Massa steuerte die Box an, nachdem er einen grossen Teil seiner Motorverkleidung auf der Strecke verloren hatte. Auch Bottas musste die Strecke verlassen, weil ein Teil seines Dienstwagens während der Fahrt abgerissen war. Davidson erklärte: "Das ist wohl ein Konstruktionsfehler bei der Befestigung der Teile, die es abgerissen hat. Das müssen sie unbedingt in den Griff bekommen, denn so ein Problem kann das Ende des Rennens bedeuten."

Keine guten Nachrichten hatte auch die McLaren-Box zu vermelden. Buttons Training war knapp eine Stunde nach dem Start gelaufen, weil ein technisches Problem auftauchte. Genaueres wollten die Ingenieure aus Woking nicht verraten, einzig dass es sich nicht um ein Motorenproblem handle, war ihnen zu entlocken. Derweil drehte Magnussen brav seine Runden, um Vergleichsfahrten zwischen dem alten und neuen Frontflügel zu absolvieren. Dabei geriet der Rookie mit Vettel aneinander. Am Ende der langen Geraden tauschten die Beiden eindeutige Handzeichen aus. "Kevin hat Sebastian offenbar nicht kommen sehen", vermutete Davidson.

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Tempolimit-Tests im Anschluss

Hamilton sicherte sich am Ende mit 1:43,476 min den psychologischen Vorteil, die erste Bestzeit des letzten Formel-1-Rennwochenendes des Jahres in den Asphalt gebrannt zu haben. Hinter dem WM-Leader reihten sich Rosberg, Ferrari-Abschiedskandidat Fernando Alonso, Vettel, Daniel Ricciardo, Vergne, Kvyat, Bottas, Pérez und Nico Hülkenberg auf den restlichen Top-10-Plätzen ein. Magnussen, Kimi Räikkönen, Massa, Gutiérrez, Maldonado, Ocon, Button, Kobayashi, Fong und Stevens komplettierten die Zeitenliste.

Nach Ablauf der Trainingszeit durften die Formel-1-Piloten gleich weiterfahren. Denn als Reaktion auf den schweren Unfall von Jules Bianchi in Japan wurde erneut ein Gelbphasen-Test durchgeführt. Anders als beim virtuellen Safety-Car probierten die Piloten diesmal Tempolimit-Zonen aus, in denen die Autos nur 80 km/h schnell fahren dürfen.

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