Die Posse um den Verkauf des Nürburgrings geht weiter. Nach dem Weiterverkauf des Rings an den russischen Magnaten Charitonin sind neue Beschwerden bei der EU-Kommission eingegangen.
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Nach dem Einstieg des russischen Unternehmers Viktor Charitonin sind nun neue Beschwerden bei der EU-Kommission eingegangen. Neben dem Verein "Ja zum Nürburgring" will auch das beim Bieten unterlegene US-Unternehmen Nexovation den Verkauf kippen.
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Die Beschwerde betrifft die Entscheidung der Kommission, dass der Verkauf an den Autozulieferer Capricorn für 77 Millionen Euro korrekt lief. Sowohl der Verein als auch Nexovation bezweifeln allerdings, dass die Kommission über die richtigen Informationen verfügte und nun den Verkauf neu aufrollt. Die Nürburgring-Sanierer hatten mit der rot-grünen Landesregierung im Frühjahr 2014 den mittelständischen Autozulieferer Capricorn als Ring-Käufer präsentiert. Der konnte jedoch bereits die zweite Rate des Kaufpreises von insgesamt 77 Millionen Euro nicht aufbringen. Die Capricorn-Anteile an der Ring-Besitzgesellschaft von zwei Dritteln übernahm im Oktober schließlich eine Holding, zu der der russische Pharmaunternehmer Charitonin gehört.
"In einem beispiellosen Aktionismus haben dann der Sachwalter und der Sanierungsgeschäftsführer alle Regeln des Verkaufsprozesses ad absurdum geführt, indem sie die Kontrolle über den Verkauf wieder an sich zogen, um dann entgegen allen Vorgaben der EU-Kommission die Anteile ein zweites Mal zu verkaufen", kritisierte der Verein "Ja zum Nürburgring" nun das Vorgehen.
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Die Kommission sei "verkürzt und damit falsch informiert, so dass sie ihre Entscheidung am 1.10.2014 auf einer Grundlage traf, die nicht der Realität entsprach. Aus diesem Grund hat der Verein „Ja zum Nürburgring“ erneut Beschwerde bei der EU eingelegt, um die Kommission zum Widerruf ihrer Entscheidung vom 1.10.2014 aufzufordern."
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Der Verein betonte erneut, dass man weiter die Auffassung vertrete, dass die Rennstrecke Nürburgring im öffentlichen Eigentum verbleiben solle. "Da dies offensichtlich politisch nicht gewollt ist, haben wir als Alternative eine Stiftung mit öffentlich/rechtlicher Beteiligung vorgeschlagen", hieß es weiter.
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