Reifenkrieg: Einigkeit zwischen Horner und Tost

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Christian Horner und Franz Tost plädieren für einen alleinigen Reifenlieferanten

Christian Horner und Franz Tost plädieren für einen alleinigen Reifenlieferanten

Nachdem sich Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost gegen mehrere Reifenlieferanten in der Formel 1 ausgesprochen hat, bekommt er jetzt Unterstützung von seinem Red-Bull-Racing Kollegen Christian Horner.

Ende 2016 läuft der Vertrag von Pirelli als Alleinausrüster der Formel 1 aus und verschiedenen Meldungen zufolge hat Michelin bereits Interesse angemeldet, an der Ausschreibung für die Jahre 2017 bis 2019 teilzunehmen. Die Franzosen haben der Königsklasse Ende 2007 Adieu gesagt und seitdem gibt es nur noch einen Reifenhersteller, der alle Teams ausrüstet. Pirelli übernahm den Vertrag 2011 von Bridgestone.

Durch die neue Ausschreibung sind nun erneut Diskussionen aufgekommen, ob es vielleicht besser wäre, auf dem Reifensektor wieder einen Konkurrenzkampf wie vor 2008 zu haben. Während es einige Stimmen, wie die von McLaren-Pilot Fernando Alonso, dafür gibt, überwiegen die Bedenken, dass ein «Reifenkrieg» nicht nur die Kosten weiter in die Höhe treiben würde, sondern sich auch die Schere zwischen großen und kleinen Teams weiter öffnen würde.

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hofft, dass es weiter bei einem Alleinausrüster bleibt. Zwei Ausrüster «heißt, dass zwei Teams die guten Reifen bekommen und der Rest bekommt den Müll. Das hatten wir schon», erinnert sich der Österreicher und fürchtet, dass es erneut darauf hinauslaufen würde, dass die Reifenhersteller nur für die Top Teams entwickeln würden und die kleineren Teams, «das bekommen, was die anderen nicht wollen.»

Unterstützung bekommt Tost von Christian Horner, der ebenfalls der Meinung ist, dass ein Hersteller, der alle Teams ausrüstet, ein besserer Garant dafür sei, dass alle gleich behandelt würden.

«Ich denke, dass Franz es perfekt zusammengefasst hat, dass ein Reifenhersteller Gleichheit für alle Teams bedeutet», sagte der Red-Bull-Racing-Chef gegenüber NBC Sports. Ein Reifenkrieg sei sowohl für den Hersteller selbst als auch für die Teams ein enormer Kostenfaktor, da sie ihre Autos um einen speziellen Reifen herum entwickeln müssten.

Die Tatsache, dass es seit Jahren nur einen Reifenhersteller in der Formel 1 gibt, sei auch mit ein Grund für den Erfolg seines Teams, glaubt Horner. «Das ist zum Beispiel einer der Gründe, wieso Red Bull Racing als unabhängiges Team solchen Erfolg haben konnte. Wir wären vielleicht nie in der Lage gewesen, so erfolgreich zu sein, wenn es neben dem Wettbewerb der Autobauer auch noch einen Konkurrenzkampf zwischen den Reifenherstellern gegeben hätte.»

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