Toto Wolff: «Vielleicht hat Bernie Ecclestone Recht»
Die Formel 1 sorgte in den vergangenen Wochen und Monaten für einige negative Schlagzeilen. Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff betont, dass der Sport nicht unbedingt darunter leidet.
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Zu langweilig, zu langsam und zu leise: Die Formel 1 steht in den Medien immer wieder in der Kritik – und das sorgt innerhalb des Fahrerlagers für Diskussionen. Mehrere Teamverantwortliche forderten die Medienvertreter unverhohlen auf, nicht nur Kritik an der höchsten Motorsport-Klasse zu üben.
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Doch nicht jeder stört sich an den negativen Schlagzeilen. So sinnierte etwa Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff im Interview mit den Kollegen von Motorsport.com: "Vielleicht hat Bernie Ecclestone Recht, wenn er den Ansatz verfolgt, den Sport um jeden Preis in die Medien zu bringen." Der 43-jährige Wiener erklärt: "Manchmal ist die Berichterstattung positiv, manchmal ist sie negativ, sie ist aber immer kontrovers und polarisiert und sorgt somit für Spannung und Gesprächsstoff."Ein Beweis dafür seien die TV-Einschaltquoten, die nach einem Tief in den Vorjahren in dieser Saison wieder eine erfreuliche Tendenz zeigen.
Wolff betont stolz: "Die Formel 1 ist in einer guten Lage, denn wir konnten die TV-Zuschauerzahlen in vielen wichtigen Märkten wieder steigern. In jenen Ländern, in denen uns das nicht gelungen ist, liegen die Gründe auf der Hand: Spanien ist etwa ein gutes Beispiel, da ist der Lokalheld derzeit nicht konkurrenzfähig."
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Der Österreicher betont: "Die Zahlen steigen, obwohl der Markt rückläufig ist. Die traditionellen TV-Kanäle werden von den digitalen Angeboten unter Druck gesetzt, trotzdem sind wir in der Lage, unsere Zahlen zu halten oder sogar einen leichten Anstieg zu verbuchen, was natürlich ermutigend ist."
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Wolff fügt an: "Es zeigt auch: In der Formel 1 läuft nicht alles schief. Offenbar machen wir auch gewisse Dinge richtig. Dennoch muss man sich selbst und auch den Sport immer wieder in Frage stellen, damit man sich stets weiter verbessert."
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