Justin Wilson tot: Trauer um GP- und IndyCar-Fahrer

Von Lewis Franck
Formel 1
Justin Wilson ist verstorben

Justin Wilson ist verstorben

Justin Wilson ist in den USA seinen Kopfverletzungen erlegen, die er am Sonntag beim IndyCar-Rennen in Pocono erlitten hatte. Der frühere Formel-1-Fahrer aus England wurde 37 Jahre alt.

Und wieder trauert die Renngemeinde: Justin Wilson ist tot. Der frühere Formel-1-Fahrer von Minardi (Toro Rosso), seit Jahren erfolgreich im IndyCar-Sport unterwegs, hatte sich am vergangenen Sonntag beim Rennen in Pocono (Pennsylvania) schwere Kopfverletzungen zugezogen. In der 180. von 200 Rennrunden auf dem Pocono Raceway war Leader Sage Karam aussen in die Mauer geprallt, der als Zwölfter fahrende Wilson wurde daraufhin von der Crash-Struktur der Fahrzeugnase von Karams Renner am Helm getroffen, danach trudelte sein Andretti-Honda nach innen in die Pistenbegrenzung und kam zum Stehen.

Wilson wurde in kritischem Zustand aus seinem Wagen geholt und sofort ins Krankenhaus Lehigh Valley von Allentown geflogen. Aber der Kampf war aussichtslos. Die Familie Wilson teilt mit: «In tiefer Trauer teilen die Eltern von Justin Wilson, Keith und Lynne, seine Frau Julia und sein Bruder Stefan mit, dass Justin heute verstorben ist. Justin war ein liebender Vater und hingebungsvoller Ehemann, dazu ein von allen geachteter Rennfahrer.»

«Die Familie möchte sich bedanken bei den Fachkräften des «Lehigh Valley Health Network Cedar Crest Hospitals», des Pocono Raceway, von Andretti-Autosport sowei der Verizon IndyCar-Serie sowie für die überwältigende Anteilnahme von Fans aus der ganzen Welt. Anstelle von Blumen wünscht sich die Trauerfamilie Spenden für Justin Wilsons Kinderstiftung.» (Einen Link dazu finden Sie  online) ​

Neben seiner Gattin Julia hinterlässt Justin Wilson zwei Töchter. Der letzte IndyCar-Fahrer, der in einem grösseren US-amerikanischen Rennen starb, war 2011 der Engländer Dan Wheldon auf dem Las Vegas Motor Speedway.

Die Art des Unfalls wird auch in den USA die Diskussion von einem besseren Schutz des Fahrers anheizen – so wie das die Unfälle von Felipe Massa 2009 in Ungarn und Jules Bianchi 2014 in Suzuka getan hatten. Massa kam damals mit dem Leben davon, Bianchi verstarb am 17. Juli nach Monaten im Koma.

Bewegende Reaktionen

Die Renngemeinde in den USA und in Europa ist schockiert. Das Andretti-Team lässt mitteilen: «Wir sind vom Verlust Justin Wilson tief betroffen. Er war ein fabelhafter Racer, ein wertvolles Mitglied unseres Teams und von respektierter Vertreter unseres Sports. Er war nur kurz Mitglied dieses Rennstalls, aber er wird der Familie Andretti auf ewig verbunden bleiben.»

Sein früherer Gegner AJ Allmendiger twittert: «Ich wünschte, ich hätte mich von dir verabschieden können, ich wünschte, ich hätte dir sagen können, wie viel du mir bedeutest und welche Inspiration du warst, ein besserer Mensch zu werden. Du hast uns viel zu früh verlassen.»

Der Brasilianer Tony Kanaan schreibt: «Warum tun wir das? Weil wir es lieben, weil wir am liebsten in einem Rennwagen sitzen, wir werden dein Andenken bewahren.»

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