Ralf Schumacher über neuen Cadillac-Teamchef: «Nicht der letzte Wechsel»
Cadillac überraschte in dieser Woche mit einem Führungswechsel: Marcin Budkowski hat das Zepter von Graeme Lowdon übernommen. Das wird nicht der letzte Neuzugang sein, ist sich Ralf Schumacher sicher.
Das Cadillac-Team ist seit diesem Jahr in der Formel 1 dabei und in den ersten elf WM-Runden musste es erwartungsgemäss einige Ausfälle hinnehmen. Valtteri Bottas und Sergio «Checo» Pérez belegen die letzten Plätze in der WM-Tabelle. Der Finne sah die Zielflagge in sechs von elf Grands Prix, sein mexikanischer Teamkollege kam sieben Mal ins Ziel. Das Team hat noch keine WM-Punkte sammeln können und belegt in der WM-Tabelle den letzten Platz.
Die Probleme mit der Standfestigkeit haben Cadillac-F1-CEO Dan Towriss veranlasst, einen Wechsel an der Spitze des Teams vorzunehmen. Graeme Lowdon, der bereits bei den Vorbereitungen zum Formel-1-Einstieg an Bord war und das Team mit aufgebaut hat, musste seinen Posten räumen. Sein Nachfolger ist Marcin Budkowski, der mehr als 20 Jahre Formel-1-Erfahrung in verschiedenen Positionen gesammelt hat. Der Ingenieur aus Polen und Frankreich wird bereits beim nächsten Kräftemessen in Zandvoort in der nächsten Woche an der Cadillac-Boxenmauer stehen.
Ralf Schumacher: Grosses Kompliment an Cadillac
Der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte Ralf Schumacher sagt bei «Sky Sport» zum Führungswechsel beim US-Rennstall: «Cadillac hat nun einen Mann geholt, der Erfahrung hat, schon in der Formel 1 war und in grösseren Teams gearbeitet hat. Man darf nicht vergessen: Cadillac hat alles aus dem Boden gestampft. Da holt man erstmal Leute, damit man überhaupt ans Fahren kommt. Nun versucht man, dass man eine bessere Qualität an Leuten bekommt.»
Der Deutsche ist überzeugt, dass Lowdon nicht der einzige Cadillac-Mitarbeiter ist, der gehen muss. Er sagt: «Ich glaube, dass es auch nicht der letzte Wechsel bei Cadillac sein wird.» Und er lobt: «Trotzdem muss man Cadillac ein grosses Kompliment aussprechen. Im Gegensatz zu manch anderen Teams sind sie doch sehr unkompliziert. Gut, zuletzt haben sie ein bisschen zu oft Feuer in den Bremsen gehabt, aber trotzdem: Hut ab, sie haben das ganz gut gemacht.»
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