Euro Moto Superbike
Euro Moto Assen: Twan Smits auf Aegerters Yamaha-Spuren holt ersten Sieg
Der zweite Sieg war dem Yamaha-Piloten nicht zu nehmen. Reiterberger versemmelt die Long Lap, Tulovics Ducati schafft es mit letzter Kraft über die Ziellinie und Schrötter überraschender Zweiter.
Zum Ende des Assen-Wochenendes waren zum krönenden Abschluss nochmals die Superbiker der Euro Moto dran. Twan Smits, der mit seiner Yamaha des Teams Apreco das erste Rennen gewonnen hatte, durfte erneut von der Pole Position los. Neben ihm gingen Lukas Tulovic vom Team Triple M Ducati Frankfurt und Marcel Schrötter vom Team GERT56 in das zweite Rennen des Tages.
Als die Ampel ausging, war es Twan Smits der losschoss und die Führung übernahm. Reiterberger, der beim Start gleich Schrötter einkassiert hatte, drängelte sich wenig später gleich noch an Tulovic vorbei auf den zweiten Rang. Florian Alt, der am Nachmittag wieder aus der vierten und damit letzten Reihe losmusste, kam beim zweiten Lauf deutlich besser zurecht. In der zweiten Runde scherte Alt aus Schrötters Windschatten heraus und zwängte sich herzhaft vorbei. Schrötter musste leicht aufrichten und landete auf Platz 5. Wenig später die Retourkutsche und Schrötter holte sich den vierten Rang von Alt zurück.
Smits und Reiterberger versuchten im kollektiven Tiefflug an der Spitze abzuhauen. Sieben Zehntel dahinter drehte Tulovic halbwegs bequem seine Runden auf Rang 3 und musste sich nicht mit wilden Manövern von der nötigen Beobachtung seines Drehzahlmessers ablenken lassen. Denn nach wie vor galt das Limit von 15.600 1/min.
Spaßiger aus Sicht der Zuschauer ging es in der Verfolgergruppe zu, wo sich vor allem Alt und Schrötter die motorradfahrerische Kante gaben. Ab Runde 7 mischte Toni Finsterbusch auch noch fröhlich mit. Schlecht lief es für Lorenzo Zanetti, der seine Ducati in der Box abstellen musste. Reiterberger ließ bei Smits nicht locker, versuchte es in Runde 8, und kam nicht vorbei. Als Rettung blieb nur der Notausgang, inklusive der fälligen Verzögerung um eine Sekunde, um eine Bestrafung durch die Rennleitung zu vermeiden.
Smits blieb an der Spitze und Tulovic rückte auf. Doch Reiterberger ließ sich nicht Bange machen und klemmte sich nach wenigen Kurven wieder an das Hinterrad der Yamaha. Schönen Dank, dachte sich Tulovic und war in Runde 11 dran am Führungs-Duo. Schrötter hatte sich bei den Verfolgern durchgesetzt und das Kommando übernommen. Die Verzögerung Reiterbergers war der Renndirektion nicht genug und verdonnerte Reiterberger zu einer Long Lap. Das brachte den Bayer aus dem Konzept. In der Long Lap ratterte er noch durchs Kiesbett, ärgerte sich gescheit und kam auf Platz 8 wieder auf die Strecke.
Twan Smits fuhr unbedrängt seinen zweiten Tagessieg nach Hause. Rang 2 wurde zu einer unerwarteten Beute von Marcel Schrötter. Der ursprüngliche Zweite Lukas Tulovic bekam Ärger mit seiner Ducati, die sich mit letzter Kraft über den Zielstrich schleppte und Schrötter noch vorbeihuschen konnte. Reiterberger hatte sich in der letzten Runde noch an Leon Orgis vorbei auf den siebten Platz geschoben.
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