Euro Moto Sportbike • Neu
Assen: Sportbike-Spektakel – Siege für Ruben Bijman und Tobias Kitzbichler
In den beiden Rennen der Euro Moto Supersport ließ es sich Dirk Geiger nicht nehmen, erst vom letzten Platz und dann von der Pole-Position aus zu gewinnen. Tabellenführung eingetütet.
Dirk Geiger (Apreco) musste im ersten Rennen der Euro Moto Supersport trotz Pole Position aus der Boxengasse starten, weil er den dritten Motor in Betrieb hat. Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) wurde wegen Überschreitung des Tempolimits in der Boxengasse drei Plätze zurückgesetzt. Ebenso Luca Göttlicher (LJ Racing). Somit besetzten Lennox Lehmann (Apreco), Marvin Siebdrath (MCA) und Luca de Vleeschauwer (SWPN) die erste Startreihe.
Lehmann übernahm am Start die Führung. Blin und Göttlicher zogen durch. Göttlicher kam sogar in Führung liegend aus der ersten Runde zurück. Ein Fahrfehler im dritten Umlauf warf ihn bis auf den vierten Platz zurück. Es bildeten sich zwei kämpfende Duos. An der Spitze legten sich Lehmann und Blin an. Kurz dahinter beharkten sich Göttlicher und Luca de Vleeschauwer.
In der achten von 13 Runden wurde es noch interessanter. Geiger war von der Boxengasse aus durch das Feld gepflügt und schon Fünfter. Er fuhr als Einziger 1:41er-Zeiten. In der neunten Runde knickte Luca de Vleeschauwer ein und konnte das Tempo nicht mehr halten. Dahinter stürzte mit Freddie Heinrich der einzige Kawasaki-Pilot auf dem Weg zu einem Top 6-Platz aus dem Rennen.
Geiger befand sich mittlerweile schon auf Podiumskurs und an der Spitze rappelte es gewaltig. Lehmann unterlief ein Schaltfehler. Blin huschte am Sachsen vorbei. Plötzlich befand sich Blin im Abseits und Lehmann war wieder vorn. Dann der entscheidende Moment: Lehmann vergrub den ersten möglichen Saisonsieg im Kies.
Äußerst knapp wurde es dann in der Schlussphase. Geiger war mit der Yamaha R9 durch das Getümmel durchmarschiert und kämpfte mit Blin und Göttlicher in haarscharfen Manövern um den Sieg. Am Ende war Blin mit elf Tausendstelsekunden Vorsprung als Erster vor Geiger und Göttlicher im Ziel. Die Wertung sah anders aus. Weil Blin im Kampf mit Lehmann in die Auslaufzone der Ruskenhoek-Kurve gekommen war und vor der Rückkehr auf die Strecke keine Sekunde verzögert hatte, wie es das Reglement vorschreibt, wurde ihm eine Drei-Sekunden-Zeitersatzstrafe auferlegt. Für eine Long-Lap-Runde hatte die Renndistanz nicht mehr gereicht.
Geiger wurde zum Sieger des Rennens erklärt. Damit nahm er Blin die Führung in der Gesamtwertung ab. Göttlicher kam mit der MV Agusta auf den zweiten Platz und stieg als Dritter aufs Podium. Der Pole legte Protest gegen die Entscheidung ein.
1. Dirk GEIGER (D/Yamaha)
2. Luca GÖTTLICHER (D/MV Agusta)
3. Daniel BLIN (PL/Ducati)
4. Luca DE VLEESCHAUWER (NL/Yamaha)
5. Filip FEIGL (CZ/Yamaha)
6. Marvin SIEBDRATH (NL/Honda)
7. Filip NOVOTNÝ (CZ/Ducati)
8. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DK/Honda)
9. Jorke ERWIG (D/Ducati)
10.Max STAUFFER (AUS/Yamaha
11.Julius Caesar RÖRIG (D/Honda)
12.Peter FEIGL (CZ/Honda)
13.Juho KANTOLA (FI/Ducati)
Dirk Geiger geht als Supersport-Dominator aus dem Euro Moto-Wochenende auf dem TT Circuit Assen hervor. Der 24-jährige gewann auf seiner Apreco-Yamaha auch das zweite Rennen und machte damit den nächsten Schritt in Richtung Titel. Daniel Blin wurde Zweiter, Lennox Lehmann komplettierte als Dritter das Podium.
Diesmal durfte Geiger von seinem Startplatz losfahren. Von der Pole Position übernahm er sofort die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Zunächst konnte Teamkollege Lennox Lehmann folgen. Der Yamaha-Fahrer hielt Ducati-Rivale Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) hinter sich. Nach drei Runden war die Ordnung an der Spitze jedoch hergestellt: Geiger fuhr vorne allein, dahinter entstand eine Lücke zwischen Lehmann und Blin.
Lehmann kämpfte trotz der Nachwirkungen seines spektakulären Sturzes vom Samstag standhaft weiter. Lange hielt er Blin hinter sich, doch der Pole setzte sich schließlich durch. Geiger konnte Blin im zweiten Lauf nicht mehr einholen. Der Sieger fühlte sich jedoch bis zum Schluss vom Polen unter Druck gesetzt. In der Meisterschaft hat Geiger seine Führung weiter ausgebaut. Blin reist als Zweiter mit 13 Punkten Rückstand ab. Angereist war der Ducati-Fahrer noch mit einem Punkt Vorsprung. Seine Ansage für den nächsten Lauf war entsprechend eindeutig: «Auf dem Nürburgring sehen wir uns wieder.»
Luca de Vleeschauwer (Team SWPN)musste sich im beherzten und langwierigen Battle mit Luca Göttlicher (LJ Racing) geschlagen geben. Göttlicher hatte zum Saisonauftakt gefehlt und arbeitet sich inzwischen in der Gesamtwertung immer weiter nach vorn. Bis auf einen Punkt ist er bereits an den viertplatzierten Marvin Siebdrath (MCA Honda) herangerückt. Für die MV Agusta-Truppe ist es eine echte Errungenschaft, mit Göttlicher jetzt Podiumsplätze zu holen oder knapp dahinter zu sein. Kawasaki-Einzelkämpfer Freddie Heinrich (Weber-Kawasaki) arbeitete sich im Rennen bis auf die siebte Position nach vorn. Im ersten Lauf war er gestürzt.
1. Dirk GEIGER (D/Yamaha)
2. Daniel BLIN (PL/Ducati)
3. Lennox LEHMANN (D/Yamaha)
4. Luca GÖTTLICHER (D/MV Agusta)
5. Luca DE VLEESCHAUWER (B/Yamaha)
6. Filip FEIGL (CZ/Yamaha)
7. Freddie HEINRICH (D/Kawasaki)
8. Marvin SIEBDRATH (D/Honda)
9. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DK/Honda)
10.Jorke ERWIG (D/Ducati)
11.Filip NOVOTNÝ (CZ/Ducati)
12.Max STAUFFER (AUS/Yamaha)
13.Marvin KREIMES (D/Ducati)
14.Julius Caesar RÖRIG (D/Honda)
15.Juho KANTOLA (FI/Ducati)
16.Peter FEIGL (CZ/Yamaha)
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