McLaren-Talent Leo Fornaroli: Formel-1-Einstieg nur eine Frage der Zeit?
Leo Fornaroli hat in diesem Jahr 2 FP1-Einsätze bestritten und dabei überzeugt, wie McLaren-Teamchef Andrea Stella betont. Er hat damit auch die Aufmerksamkeit der Konkurrenten auf sich gezogen.
Aufmerksamen Formel-1-Fans dürfte der Name Leo Fornaroli bereits ein Begriff sein. Denn der 21-Jährige aus Italien hat bereits vor Jahren mit starken Leistungen auf sich Aufmerksam gemacht. 2024 krönte er sich zum Formel-3-Meister, ein Jahr später sicherte er sich in seiner ersten vollen Formel-2-Saison die Meisterschaftskrone.
Damit zog er die Aufmerksamkeit von einigen Formel-1-Teamchefs auf sich, und McLaren nahm ihn nach dem Formel-2-Gesamtsieg ins eigene Entwicklungsprogramm auf, zudem durfte er sich zusammen mit Pato O'Ward über die Reservisten-Rolle für das Team aus Woking freuen. In dieser Saison sammelt er im Simulator und auf der Strecke Formel-1-Erfahrungskilometer. Seinen ersten Test im GP-Renner absolvierte er im März auf dem Circuit de Barcelona Catalunya. Die Nachwuchshoffnung gab im MCL60 von 2023 Gas.
Viele Testkilometer
Im gleichen Auto bestritt er auch in Silverstone, auf dem Circuit of the Americas in Austin und in Monza Testfahrten, und auch im aktuellen GP-Renner des britischen Traditionsteams gab er schon Gas: In Barcelona durfte er im Dienstwagen von Weltmeister Lando Norris ausrücken, und er nutzte die Chance, um mit der fünftschnellsten Rundenzeit zu glänzen. Er blieb damit sechseinhalb Zehntel langsamer als Oscar Piastri im zweiten McLaren-Renner.
Auch beim jüngsten Formel-1-Wochenende in Budapest war er im ersten Training mit von der Partie. Diesmal durfte im das Auto von Oscar Piastri seine Runden drehen. Die Zeitenjagd stand dabei nicht im Vordergrund, deshalb belegte er am Ende nur den 16. Platz. Dennoch ist Teamchef Andrea Stella zufrieden mit den Auftritten des Italieners.
«Leo nimmt die Formel 1 mit viel Reife in Angriff. Bislang war er im Vorfeld jedes Tests stets sehr gewissenhaft und aufmerksam, hat es nie übertrieben, sondern stattdessen Schritt für Schritt mit grossem Fleiss gearbeitet», lobt der Ingenieur.
Chance auf Formel-1-Einstieg mit Haas
«Unsere Ingenieure sind sehr zufrieden mit seinen Fortschritten bei jedem Test und mit seiner Leistung in den beiden freien Trainings, an denen er teilgenommen hat – zuerst in Barcelona und dann in Budapest», fährt Stella fort. «Ich glaube, sein Werdegang in unserem Förderprogramm verläuft genau so, wie es sein sollte, und wir hoffen, dass sich ihm bald weitere Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bieten werden», fügt er mit Blick auf den nächsten Karriere-Schritt von Fornaroli an.
Bei McLaren wird so schnell kein Platz frei sein für Fornaroli, allerdings könnte der schnelle Nachwuchsstar seine Debütsaison für ein anderes Formel-1-Team bestreiten. Das Interesse an ihm ist vorhanden, so soll er zum Beispiel bei Haas im Gespräch für ein Cockpit in der nächsten Saison sein. Das US-Team durfte sich von seinen fahrerischen Qualitäten selbst überzeugen, denn Fornaroli rückte im Juni im VF-25 von Haas zum zweitägigen Test in Jerez aus.
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