Rücktritt Jenson Button (McLaren): Geht es ums Geld?

Von Joe Saward
Formel 1
Jenson Button

Jenson Button

​Vielleicht geht es beim möglichen Rücktritt von McLaren-Honda-Star Jenson Button gar nicht um die mangelnde Konkurrenzfähigkeit des Rennwagens – sondern ums liebe Geld.

Ich habe nicht den Eindruck, dass Jenson Button den Wunsch verspürt, sich aus der Formel 1 zurückzuziehen. Aber ich glaube, dass der Formel-1-Champion des Jahres 2009 angemessen bezahlt werden will, um das McLaren-Honda-Paket auch 2016 weiterzuentwickeln.

Das ist nur natürlich, führt aber zur Frage: Wie gut sollten Formel-1-Fahrer überhaupt bezahlt werden in einer Welt, in welcher ihr Wert am Fallen ist?

Sebastian Vettel mag vielleicht ein Salär von 50 Millionen Dollar im Jahr erhalten, und Fernando Alonso besitzt möglicherweise einen längerfristigen Vertrag, der ihm 40 Millionen im Jahr einbringt. Doch die anderen Formel-1-Saläre sind drastisch gefallen, weil solch hohe Summen einfach in diesem Sport nicht mehr zu bezahlen sind.

Die Formel 1 krankt an verringertem Sponsoren-Volumen und steigenden Kosten. Diese Kosten werden durch ein lächerliches Wettrüsten der Rennställe angefacht. Und es hilft dabei nicht, dass immer weniger Menschen weltweit die Möglichkeit haben, die Formel 1 im freien Fernsehen zu gucken.

Es kommt zwar mehr Geld in die Kasse der Rechtehalter am Sport, aber davon fliesst das meiste gleich wieder an jene Banken, bei welchen man zuvor Geld geliehen hat. Oder es fliesst zu den grossen Teams, welche mit der Formel-1-Gruppe Sonderkonditionen ausgehandelt haben. Und es ist ihnen dabei völlig schnuppe, ob das kleineren Rennställen schadet.

Ich glaube wirklich daran: Das derzeitige Gedöns um den angeblichen Rücktritt von Jenson hat ausschliesslich mit Geld zu tun. Unterm Strich will keiner (schon gar nicht Jenson selber) einen Rücktritt. Button ist wertvoll für das Team, denn die Sponsoren lieben ihn.

Gleichzeitig hat der Rennstall einen Haufen an rohem Talent mit Kevin Magnussen und Stoffel Vandooren, die beide auf eine Chance warten. Magnussen hat im vergangenen Jahr einen mehr als anständigen Job gemacht, dennoch schaut es so aus, als ginge er leer aus – was falsch ist – doch Kevin hat das Pech, am falschen Ort zu sein. Der Däne würde es bessesr verdienen, aber das es gegenwärtig kein zweites Honda-Team gibt, gibt es für Kevin auch keinen Ausweg.

Ich glaube nicht, dass bei Button schon das letzte Wort gesprochen ist, aber ich fände es eine Schande, wenn der Sport einen Mann verlieren würde, der gar nicht aufhören will.

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