Alain Prost zu Ausstieg Red Bull: Kein Weg zu Renault

Von Mathias Brunner
Formel 1
Alain Prost

Alain Prost

​Renault-Ambassador Alain Prost (60) beerdigt Gerüchte aus dem Fahrerlager von Sotschi, wonach Red Bull 2016 vielleicht doch wieder mit Renault-Motoren fahren werde.

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hat den Vertrag mit Renault aus gutem Grund gekündigt: Der österreichische Unternehmer hat den Glauben verloren, dass die Franzosen für 2016 Mittel und Wege finden, einen siegfähigen Motor zu bauen. Der Besitzer der beiden Rennställe Red Bull Racing und Toro Rosso hat bei SPEEDWEEK.com unmissverständlich klar gemacht: Entweder es findet sich ein konkurrenzfähiger Motor für 2016, oder Red Bull steigt aus der Formel 1 aus.

Dennoch hielten sich am Rennwochenende von Sotschi hartnäckig Gerüchte, wonach Renault eine Notlösung sei.

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner sagte hier in Russland: «Wir arbeiten an vielen verschiedenen Szenarien. Offensichtlich ist auch Bernie Ecclestone aktiv involviert. Wir müssen eine Lösung finden. Diese Team ist einfach zu gut, um nicht mehr in der Formel 1 zu sein. Wir haben so viele Angestellte, deren Zukunft von dieser Entscheidung abhängt. Also ist es ganz wichtig, dass wir die richtige Entscheidung treffen. Meine Priorität besteht darin sicherzustellen, dass Red Bull Racing im nächsten Jahr in der Formel 1 ist. Ich will dieses Team am Start sehen und seine Fahrer. Das bedeutet für mich, mit allen möglichen Parteien zu sprechen.»

«Unterm Strich jedoch liegt die Entscheidung ganz alleine bei Dietrich Mateschitz. Alles, was ich tun kann – ihm verschiedene Möglichkeiten vorzulegen, bevor er die Entscheidung fällt. Er fühlt sich seinem Rennstall leidenschaftlich verbunden. Red Bull hat in den letzten zehn Jahren vielleicht mehr in die Formel 1 investiert als jede andere Firma. Er sorgt sich um seine Angestellten, er sorgt sich um die Zukunft seiner Firma. Er will für uns eine Position, in der wir um Siege kämpfen können. Ich hoffe, wir finden eine Lösung, die uns diese Perspektive gestattet.»

Aber es kann nur zwei Wege geben: Ferrari oder gar nichts.

Denn Renault-Botschafter Alain Prost beendet alle Spekulationen über die angebliche Renaissance zwischen Red Bull und Renault.

Gegenüber Canal+ sagt der vierfache Formel-1-Champion: «Ich kann mir nicht vorstellen, wie der angerichtete Schaden repariert werden könnte. Die Fakten sehen trotz aller Gerüchte in Russland doch so aus: Dietrich Mateschitz hat selbst bekannt gegeben, dass er nicht mit Renault als Partner weitermachen möchte, und Carlos Ghosn hat mitgeteilt, dass Renault nicht als einfacher Motorenlieferant in der Formel 1 bleiben wird. Darauf basierend sehe ich wirklich nicht, wie sich diese Situation in eine günstige Richtung entwickeln sollte.»

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