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Renault: 133,5 Millionen Euro Lotus-Schulden bezahlt

​Renault hat den Lotus-Rennstall für den symbolischen Betrag von 1 Pfund (1,36 Euro) zurückgekauft – übernahm jedoch 133,5 Millionen Euro Schulden des Rennstalls.

Formel 1

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Lotus tritt 2016 wieder als Renault-Werksrennstall in der Formel 1 an. Insgesamt gab es drei Epochen von Renault, in welchen die Franzosen in der Formel 1 mit den berühmten gelben Boliden als Werksrennstall unterwegs waren: von 1977 (als Turbo-Pionier, anfangs belächelt, später gefürchtet) bis 1985, dann von 2002 bis 2009.

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Nun wurde bekannt: Renault hat 90 Prozent des Lotus-Rennstalls für den symbolischen Betrag von 1 Pfund (1,36 Euro) zurückgekauft – übernahm jedoch die 133,5 Millionen Euro Schulden des Rennstalls als der Handel vor Weihnachten abgeschlossen wurde.

Die vorherigen Besitzer Genii Capital, bzw. die Tochterfirma Gravity Motorsports haben 10 Prozent der Anteile behalten.

Die 90 Prozent von Lotus gingen an die Firma Grigny Ltd. in Grossbritannien. Grigny ist eine Tochterfirma von Renault, genauer: des Unternehmens "Renault Developpement Industriel et Commerciel", kurz RDIC. RDIC existiert seit dem Jahre 1977. Als Renault damals der Familie Benetton den Rennstall abkaufte, geschah dies über Grigny. Als Renault das Team an Lotus abtrat, kaufte Gravity es von Grigny. In der Ära der V8-Motoren benutzte Renault die Firma Grigny, um Energierückgewinnungssysteme an Kunden zu verleasen.

Zum dritten Mal wird die Marke Lotus aus der Formel 1 verschwinden: Ab 1958 trat das Team des legendären Renn- und Sportwagenbauers Colin Chapman in der Formel 1 an. Das Team überlebte nach dem Herztod von Chapman 1982 bis ins Jahr 1994, dann waren die Finanzen am Ende.

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Caterham, der Rennstall des AirAsia-Flugunternehmers Tony Fernandes, trat 2010 und 2011 als Team Lotus an. Als Lotus F1 tritt seit 2012 jenes Team auf, das von Enstone aus operiert und zuvor das Renault-Werksteam in der Formel 1 war.

Das heutige Lotus (das mit dem früheren Rennstall gleichen Namens von Colin Chapman rein gar nichts zu tun hat) ging aus dem Toleman-Rennstall hervor, der anfangs der 80er Jahre aus der Formel 2 in die Formel 1 aufgestiegen war. Ayrton Senna debütierte 1984 mit Toleman in der Formel 1.

Ted Toleman verkaufte sein Team später an Benetton, die zuerst als Sponsor des Rennstalls auftraten. Team-Manager wurde Flavio Briatore, unter dessen Leitung Michael Schumacher 1994 und 1995 Weltmeister wurde. In der Saison 2002 war Renault als Werksrennstall zurück, mit Fernando Alonso gab es 2005 und 2006 zwei weitere Titel, Ende 2009 verkauften die Franzosen das Team jedoch schrittweise an Genii Capital unter dessen Chef Gérard Lopez.

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