Kimi Räikkönen (Ferrari): Was er den Kritikern sagt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen

​Der Finne Kimi Räikkönen, Formel-1-Weltmeister von 2007, hat sich längst daran gewöhnt, kritisiert zu werden. Vor allem nach deutlichen Niederlagen gegen Alonso 2014 und Vettel 2015.

Wenn Zahlen nicht lügen, dann haben die Kritiker von Kimi Räikkönen gute Argumente: 2014 wurde Fernando Alonso für Ferrari WM-Sechster mit 161 Punkten, Kimi Räikkönen aber nur Zwölfter mit 55. 2015 lief es besser: Sebastian Vettel schloss die WM als Gesamtdritter ab, mit 278 Punkten, Kimi wurde WM-Vierter mit 150 Punkten. Allerdings: Kimis letzter Sieg geht auf Australien 2013 zurück, seine letzte Pole gar auf Magny-Cours 2008!

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene liess ihn 2015 eine ganze Weile zappeln, bis der neue Vertrag für Räikkönen verkündet wurde.

Dem 36jährigen Finnen geht die Kritik an seinen vier Buchstaben vorbei, er hat sich längst daran gewöhnt. Fragen nach seiner Motivation pflegt er so zu beantworten: «Wenn ich nicht motiviert wäre, wieso komme ich dann überhaupt zum Rennen?»

Kimi ist überzeugt: Nicht an seinen Leistungen hat sich vorwiegend etwas geändert, sondern an den Fahrzeugen und an der Wahrnehmung der Menschen.

«Es ist ja nicht so als ob ich plötzlich ein weniger guter Fahrer wäre», sagt der 20fache GP-Sieger gegenüber ESPN. «Aber die Menschen in der Formel 1 ticken doch fast alle so – wenn ich mal ein gutes Rennen zeige, werde ich in den Himmel hochgelobt, und wenn ich kein gutes Rennen hatte, dann werde ich kritisiert. So ist das eben in der Formel 1.»

«In Sachen Speed ist 2015 besser gewesen als 2014», sagt Kimi, der mit dem Handling des 2014er Ferrari grosse Mühe hatte. «Es ist nicht schön, das sagen zu müssen, aber 2015 war trotzdem kein gutes Jahr. Besser als im Jahr davor, aber es macht hin und wieder keinen Spass, wenn man solche Schwierigkeiten hat.»

Wer sich Rennwochenende um Rennwochenende anschaut, der merkt schnell: Im Wagen von Kimi Räikkönen gab es mehr Probleme als in jenem von Sebastian Vettel. Kimi machte aber auch mehr Fahrfehler als Vettel. Räikkönen weiter: «Ich hatte fünf Ausfälle, wir hatten Probleme, aber ich verheimliche nicht, dass ich auch Fehler gemacht habe. Ein kleines Problem im Training kann für einen erheblichen Zeitverlust reichen, und diese Zeit mit dem Auto fehlt dir dann am restlichen Wochenende. Das kann den ganzen Arbeitsfluss brechen, und am Ende stehst du dann mit einem mässigen Ergebnis da. Wir waren erheblich schneller als dies die nackten Ergebnisse zeigen.»

«Ich bin sicher, die ganzen Änderungen, die wir vorbereitet haben für 2016, die werden mir helfen, um wieder stärkere Leistungen zeigen zu können. Wohin mich das bringt, das kann keiner sagen.»

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