Formel 1: Freies Training 2016 wieder auf n-tv

Von Mathias Brunner
Formel 1
Christian Danner, fester Bestandteil des RTL-Teams

Christian Danner, fester Bestandteil des RTL-Teams

​Nach drei Jahren löst n-tv (Schwestersender von RTL) Sport1 ab, was die Übertragungen der freien Freitagtrainings in der Formel 1 angeht. RTL und Sky bleiben den Fans erhalten.

Vor Weihnachten 2015 waren viele britische Formel-1-Fans fassungslos: Die Rundfunkgesellschaft BBC (British Broadcasting Corporation) will 214 Millionen Euro sparen, 50 Millionen davon bei Sportrechten, und das tut sie teilweise, indem künftig auf die Formel 1 verzichtet wird – drei Jahre vor Ablauf eines Abkommens mit Serienpromoter Bernie Ecclestone. Das wäre ungefähr, als würde RTL in Deutschland künftig von heute auf morgen keine Rennen mehr übertragen.

Später wurde bekannt: Die eine Hälfte der Formel-1-Saison gibt es auf Channel 4, aber nur wer ein Digital-Abo von Sky hat, kann alle WM-Läufe sehen.

Da haben es die deutschen Zuschauer besser, aber eine Umstellung gibt es auch für sie: Das freie Training am Freitag wird künftig nicht mehr von Sport1 übertragen, sondern von RTL-Schwestersender RTL.

«Wir freuen uns, dass die Königsklasse des Motorsports zurück bei n-tv ist. Der Zuschauer wird in gewohnt hoher Qualität die Formel 1 präsentiert bekommen», sagt n-tv-Sportchef Timo Latsch. «Die Übertragung erweitert ausserdem unser Motorsportangebot. So zeigen wir mit der Formel 3 schon seit Jahren die stärkste Nachwuchsklasse des Motorsports live.»

Der Nachrichtensender der Mediengruppe RTL hat sich die Rechte für die Übertragung der freien Trainings an den Freitagen gesichert (wie schon 2012), zusätzlich werden Highlights des Rennwochenendes ausgestrahlt, dies am Sonntagabend.
Qualifying und Rennen werden nach wie von RTL ausgestrahlt, der Bezahlsender Sky berichtet von sämtlichen Trainings und vom Rennen.

Die beiden Sender hatten im vergangenen August ihre Verträge verlängert. Frank Hoffmann, der Programm-Geschäftsführer von RTL, sagte: «Seit fast einem Vierteljahrhundert ist die Formel 1 fester und wichtiger Bestandteil unseres Programmangebots. Wir haben mit der Formel 1 eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die einzigartig ist und die wir daher selbstverständlich fortsetzen möchten. Wir sind der Überzeugung, dass die Königsklasse auch in den nächsten Jahren ein populäres TV-Sportangebot bleibt.»

Das neue Abkommen von RTL umfasst die exklusiven Fernsehrechte in freier Ausstrahlung an sämtlichen Elementen eines GP-Wochenendes (also drei freie Trainings, Qualifying, Rennen inklusive Siegerehrung) – die Rechte können aber auch weitergegeben werden, wie es in den vergangenen drei Jahren mit Sport1 oder vorher und nachher mit n-tv geschehen ist.

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone sagt: «Ich freue mich, dass wir unseren langjährigen Vertrag mit RTL verlängern konnten. 2016 jährt sich die kontinuierliche Berichterstattung von RTL zum 25. Mal. RTL hat immer eine exzellente Präsentation der Formel 1 in Deutschland garantiert, nicht nur hinsichtlich der Streuung der Berichterstattung, sondern auch beim journalistischen Niveau.»

Lange hatten der deutsche TV-Sender RTL und Bernie Ecclestone um die Rahmenbedingungen jenes Vertrages gerungen, der künftig die deutschen TV-Übertragungsrechte der Grands Prix regelt. Vor allem hinsichtlich des Preises waren sich die beiden Parteien nicht einig. Der Preis liege nun mit 25 Millionen Euro jährlich deutlich tiefer als zu Glanzzeiten, in denen RTL dank Rekord-Sieger Michael Schumacher noch 50 Millionen Euro jährlich hingeblättert haben soll.

Kurz nach der Verkündung von RTL zog Sky nach: Neben den Live-Übertragungsrechten via Satellit und Kabel umfasst der Vertrag die Internet-, IPTV- und Mobile-Rechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Burkhard Weber, Sportchef von Sky, sagt: «Sky ist seit 1996 Partner der Formel 1 und wird dies auch künftig bleiben. Die Formel 1 ist für unsere Kunden ein wichtiger Bestandteil unseres umfassenden Sportangebots. Wir sind überzeugt davon, dass sie auch in Zukunft erfolgreich sein wird. Somit können Sky-Kunden die Königsklasse des Motorsports auch in den kommenden Jahren an jedem Rennwochenende mit besonderen Analysen und aus mehreren Perspektiven live verfolgen.»

Sky wird alle Grand-Prix-Wochenenden vom ersten freien Training bis zur Siegerehrung live und in HD übertragen und darüber hinaus die Rennen in mehreren zusätzlichen frei wählbaren Perspektiven und in der Sky HD Fan Zone anbieten. Auch in Zukunft wird Sky die Rennen der Formel 1 ohne Werbeunterbrechungen übertragen. Die enge redaktionelle und produktionstechnische Zusammenarbeit mit den Kollegen von Sky UK und Sky Italia wird in Zukunft die Qualität der Übertragungen weiter steigern.

Zurück zu den freien Trainings im freien Fernsehen: Als n-tv-Team werden Peter Reichert, Nico Holter und der frühere Formel-1-Fahrer Christian Danner berichten.

SPEEDWEEK.com wird sie wie gewohnt vor einem GP-Wochenende wiederholt mit einer kompletten TV-Liste verwöhnen, auch mit den Sendedaten vom Schweizer Fernsehen und vom ORF aus Österreich.

Für den ersten Trainingsbericht von n-tv vor dem Saisonbeginn werden die Fans den Wecker stellen müssen: Das erste freie Training in Melbourne wird 02.30 Uhr europäischer Zeit beginnen.

Die wichtigsten Termine

Präsentationen/Roll-out
15. Februar: Roll-out Mercedes (Silverstone, unbestätigt)
17. Februar: Red Bull Racing (in London, Team-Farben)
21. Februar: Präsentation McLaren-Honda (Ort unklar)
21. Februar: Roll-out und Filmtag Ferrari (Circuit de Barcelona-Catalunya)
21. Februar: Roll-out und Filmtag HaasF1 (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation HaasF1 (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Williams (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Manor (Circuit de Barcelona-Catalunya)
1. März: Neuer Sauber (Circuit de Barcelona-Catalunya)

Formel-1-Wintertests
22.–25. Februar: Spanien (Barcelona)
1.–4. März: Spanien (Barcelona)

Formel-1-WM
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku) *
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin) **
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* Strecke noch nicht homologiert
** Finanzierung noch nicht gesichert

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