Pascal Wehrlein nach Rang 10 Österreich: Ziel Renault

Von Mathias Brunner
Formel 1
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

​Mercedes-Nachwuchsfahrer Pascal Wehrlein sagt nach dem tollen zehnten Rang beim Österreich-GP auf dem Red Bull Ring keck: «Renault ist nicht ausser Reichweite.»

Ein Manor-Renner unter den besten Zehn – das hat es vor Pascal Wehrlein und seiner grossartigen Leistung auf dem Red Bull Ring erst einmal gegeben, als Manor noch Marussia hiess, mit Jules Bianchi in Monaco 2014.

Mercedes-Zögling Wehrlein wetterleuchtet die Begeisterung über das Wochenende in der Steiermark, wenn er erzählt: «Es kam alles zusammen – wir hatten ja zuvor immer Schwierigkeiten damit, die Reifen auf Temperatur zu bekommen, aber dieses Mal passte alles. Wir hatten auch oft Probleme mit übermässigen Reifenverschleiss, aber das war auf dem neuen, glatten Asphalt dort kein Thema. Dazu kamen noch einige kleine Verbesserungen, die haben ebenfalls geholfen. Als Ergebnis waren wir das ganze Wochenende über konkurrenzfähiger.»

«Hier in England haben wir wieder eine ganz andere Rennstrecke, die viel mehr Energie in den Reifen bringt. Das führt dazu, dass die Walzen wärmer werden, und das kann den Verschleiss fördern. Ich würde also nicht erwarten, dass wir hier gleich nochmals so gut sein können.»

«Das Problem ist: Wir wissen, was wir tun müssen, um die Reifenprobleme zu beenden, aber wir reden hier von mittelfristigen Lösungen. Lösungen, die zunächst im Windkanal erprobt werden müssen, bevor sie auf die Rennstrecke kommen. Leider geht das nicht über Nacht.»

«Zum Schluss des Rennens hin habe ich gar nicht so sehr auf meine Position geachtet. Ich sah Bottas vor mir und versuchte, ihn noch abzufangen. Erst als ich über die Ziellinie fuhr, wurde mir am Funk gesagt, dass ich Zehnter bin, nachdem ich ja Pérez überholt hatte. Da war ich wirklich sehr happy, für das ganze Team. Dieser Punkt ist so wichtig für den Rennstall. Es wäre toll, wenn wir die WM auf diesem Rang beenden könnten, wegen der ganzen Preisgelder. Aber ich behaupte sogar: Wenn wir ein wenig zulegen, dann folgen weitere Punkte, und dann ist auch Renault nicht ausser Reichweite.»

«Ich finde, wir haben seit Beginn der Saison wirklich schöne Fortschritte erzielt. Wir können nun regelmässig mit den Fahrern von Sauber und Renault kämpfen, und dieser Trend wird anhalten, wenn weitere Verbesserungen kommen. Ich halte weitere Punkte für möglich.»

«Ich sehe da am ehesten die schnellen Strecken wie Monza oder Spa-Francorchamps, die gut für uns sein könnten. Aber auch, seltsamerweise, Ungarn, dies, weil dort ein ähnlicher Asphalt liegt wie in Österreich.»

«Ich fühle mich wohl im Team, und das Team ist mit mir zufrieden. Wir haben noch nicht drüber gesprochen, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, noch eine Saison hier zu fahren. Klar würde ich am liebsten für 2017 in einen Silberpfeil springen, aber jeder weiss, dass diese Möglichkeit nicht gegeben ist. 2017 ist aufgrund des neuen Reglements für alle eine grosse Chance, auch für Manor.»

Hat Pascal in seinem Vertrag eigentlich eine Klausel, die für WM-Punkte einen Bonus verspricht? Wehrlein beginnt zu lachen: «Gute Frage, das muss ich nachher Teambesitzer Stephen Fitzpatrick mal fragen gehen.»

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