2. Training Ungarn: Ärger für Hamilton, Rosberg top

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Nico Rosberg war im zweiten freien Training der schnellste Mann

Nico Rosberg war im zweiten freien Training der schnellste Mann

Das zweite freie Training zum Ungarn-GP wurde schon nach 13 Minuten unterbrochen, weil Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton in Kurve 11 in die Reifenstapel rutschte. Die schnellste Runde drehte Teamkollege Nico Rosberg.

Der Erste, der sich am Nachmittag zum zweiten freien Training auf dem Hungaroring zeigte, war Romain Grosjean. Der Haas F1-Pilot bekam kurz darauf Gesellschaft – unter anderem von seinem Teamkollegen Esteban Gutiérrez, der beim Verlassen der Box zu spät einlenkte und sich fast den Frontflügel am eigenen Kommandostand abrasierte.

Der erste Pilot, der sich neben der Piste wiederfand, war Sebastian Vettel. Der Ferrari-Star vertat sich in der vierten Kurve und war damit in guter Gesellschaft. Auch WM-Leader Nico Rosberg, Sauber-Pilot Marcus Ericsson, Formel-1-Urgestein Felipe Massa, Grosjean, Kevin Magnussen im Renault und Force India-Fahrer Sergio Pérez.

Frühes Aus für Lewis Hamilton

Den ersten Dreher legte Manor-Rookie Rio Haryanto in der fünften Kurve hin, doch für die grosse Aufregung sorgte Lewis Hamilton, der in Kurve 11 in die Streckenbegrenzung rutschte. Weil die Reifenstapel neu geordnet werden mussten, wurde die Session für neun Minuten unterbrochen, obwohl Hamilton seinen Mercedes im Schleichgang, aber aus eigener Kraft an die Box zurückfahren konnte.

Damit war die Session für Hamilton gelaufen, denn sein Dienstwagen – der nicht mit dem Renngetriebe bestückt war – musste genau unter die Lupe genommen werden. Auch der Fahrer wurde zur Sicherheit ins Streckenkrankenhaus geschickt, weil er mit mehr als 10 g in die Reifenstapel gekracht war.

Ganz andere Sorgen hatte Williams-Pilot Valtteri Bottas. Der Finne wurde von den Regelhütern unter die Lupe genommen, weil er es verpasst hatte, am Boxeneingang rechts an der Pylone vorbeizufahren. Eine Strafe musste kurz darauf auch Sainz fürchten, weil er die weisse Linie am Boxeneingang gekreuzt hatte.

Auch die Konkurrenz war mit sich selbst beschäftigt – und unternahm weiter fleissig Ausritte in der vierten Kurve. Kvyat, Nico Hülkenberg, Marcus Ericsson, Rio Haryanto, Grosjean und Magnussen gehörten zur Gruppe der Sünder, wobei der Toro Rosso-Rückkehrer gleich vier Mal an der gleichen Stelle patzte und Ericsson und Hülkenberg jeweils zwei Mal neben der Piste unterwegs waren.

Fernando Alonso mit Problemen

Zur Halbzeit führte Rosberg die Zeitenliste vor Daniel Ricciardo, Max Verstappen, Hamilton, Kimi Räikkönen, Hülkenberg, Pérez, Gutiérrez, Massa, Carlos Sainz, Bottas, Grosjean, Kvyat, Jenson Button, Vettel, Fernando Alonso, Magnussen, Ericsson, Felipe Nasr, Haryanto und Pascal Wehrlein an.

Bemerkenswert: Hamilton hatte seine schnellste Runde von 1:21,960 min auf weichen Reifen gedreht – damit hielt er sich lange vor den beiden Ferrari-Piloten und hinter dem Red Bull Racing-Duo auf der vierten Position. Erst in der 55. Minute schaffte es Vettel mit 1:21,357 min am 31-Jährigen vorbei.

Kein Glück hatte Alonso. Der McLaren-Honda-Pilot musste mit einer frischen Antriebseinheit ausrücken – eine Vorsichtsmassnahme, weil Unregelmässigkeiten aufgetaucht waren. Nach nur sieben Runden musste der Weltmeister von 2005 und 2006 wieder die Box ansteuern. Dort schraubte sein Team den Unterboden seines McLaren ab.

Probleme bekundete auch Massa: Ein Teil seines Heckflügels – die sogenannte Affenschaukel – flog beim wilden Ritt über die Randsteine ab. Eine Schrecksekunde der besonderen Art erlebte das Sauber-Team, das einen der beiden Renner von der Box losfahren liess, als gerade ein Fore India-Pilot herangefahren kam. Dieser reagierte sofort und stieg in die Eisen, sodass eine Kollision verhindert werden konnte.

Nico Rosberg mit Bestzeit

Die Zuschauer bekamen auch in den letzten 20 Minuten einige Action zu sehen. Magnussen legte einen Dreher hin, Nasr stellte seinen Renner in der zweiten Kurve ab und Sainz stellte seinen Renner in der ersten Kehre ab. «Da ist etwas mit dem Heck, wahrscheinlich hängt das mit dem Motor zusammen», funkte der Spanier seinem Toro Rosso-Team.

Weil die meisten Piloten gegen Ende des Trainings längere Ausfahrten zwecks Rennsimulation unternahmen, änderte sich nicht mehr viel an der Zeitenliste. Rosberg durfte sich mit 1:20,435 min über die Bestzeit freuen.

Ricciardo, Vettel, Verstappen, Hamilton, Räikkönen, Alonso, Button, Hülkenberg und Pérez belegten die weiteren Top-10-Plätze der Nachmittags-Zeitenliste. Dahinter reihten sich Gutiérrez, Massa, Sainz, Bottas, Grosjean, Kvyat, Magnussen, Ericsson, Palmer, Nasr, Wehrlein und Haryanto ein.

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